Die amerikanische Management-Agentur The Firm gründet ein neues Label, das bezüglich der Verteilung der Tantiemen von bisherigen Geschäftsmodellen abweicht: Die Profite sollen direkt mit den Künstlern geteilt werden. Als Vertriebspartner fungiert EMI Music, das die Produkte in den USA vertreibt und auch Lizenzen für die weltweite Vermarktung erhält. Erste Künstler auf dem noch namenlosen Label sind Sängerin Mandy Moore und die Rockgruppe Army Of Anyone.
Bereits im vergangen Jahr hatte The Firm für ihren Act Korn eine Kooperation mit EMI und Konzertveranstalter Live Nation ausgearbeitet, bei der alle Beteiligten von den gesamten Erlösen der Band profitierten. Außerdem übernahmen die Kalifornier kürzlich für das von Rapper Ice Cube selbst finanzierte Album „Laugh Now, Cry Later“ klassische Aufgaben einer Plattenfirma, während EMI sich um den Vertrieb kümmerte. Das Album stieg auf Platz fünf der US-Charts ein und belegt aktuell Rang 21.
Mit dem neuen Geschäftsmodell wolle man die Eigenverantwortung der Künstler wieder stärken und den Fokus zurück auf die Musik lenken, sagte Firm-CEO Jeff Kwatinetz. „Während viele Leute in der Musikbranche pessimistisch in die Zukunft blicken, denken wir, dass die Möglichkeiten unbegrenzt sind, sofern wir frische Wege finden, große Kunst und die dahinter stehenden Künstler zu unterstützen und zu fördern.“
„Jeff Kwatinetz und ich teilen die Ansicht, dass unsere sich verändernde Branche manchmal mit alten Formen brechen und neue Modelle verfolgen muss“, äußerte sich David Munns, Vice Chairman EMI Music. „Wir hatten bereits mit dem Deal mit Korn und The Firm Erfolg und gehen davon aus, dass sich auch diese Zusammenarbeit lohnen wird.“






