Recorded & Publishing

EMI legt bei Umsatz und Gewinn zu

Die EMI Group erzielte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Auch das Musikgeschäft liegt nach Umsätzen wieder im Plus, aber der deutsche Markt scheint nicht ganz Schritt halten zu können. Dagegen gewinnt auch bei EMI das Digitalgeschäft weiter an Fahrt.

Die britische EMI Group erzielte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres bis Ende September Zuwächse im zumeist einstelligen Prozentbereich bei Umsatz und Gewinn. Konzernweit stiegen die Umsätze um 5,8 Prozent auf 924,6 Mio. Pfund, währungsbereinigt lag das Plus bei 4,6 Prozent. Das Ebita-Ergebnis wuchs gar um 12,6 Prozent auf 86,7 Mio. Pfund, der Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Sondereinflüssen – der so genannte Adjusted Profit Before Tax – wuchs um neun Prozent auf 41 Mio. Pfund. Als weitere Kennzahl fiel allerdings der Gewinn vor Steuern von 54,8 Mio. Pfund im Vergleichzeitraum auf nunmehr nur noch 32,6 Mio. Pfund. Grund seien geringere Sondereinflüsse, hieß es.

Auch das Musikgeschäft liegt nach Umsätzen wieder im Plus: Währungsbereinigt wuchsen die Umsätze um 4,3 Prozent, der operative Gewinn stieg um fast 35 Prozent auf 38,3 Mio. Pfund. Parallel konnte EMI Music seinen weltweiten Marktanteil von 12,5 auf 13,1 Prozent steigern. Musikchef Alain Levy hob hier den französischen Markt hervor, äußerte sich aber nur zurückhaltend zum deutschen Geschäft: „Die Marktbedingungen in Deutschland bleiben auch weiterhin eine große Herausforderung.“ Auch in Nordamerika, wo EMI das aktuelle Album von Robbie Williams zunächst nur als Downloadversion auf den Markt brachte, habe man Marktanteile gewinnen können. Im Verlagsgeschäft von Martin N. Bandier lag das Umsatzplus schließlich bei 5,8 Prozent.

Zudem gewinnt auch bei EMI das Digitalgeschäft weiter an Fahrt: Die Umsätze in diesem Bereich legten konzernweit um 142,4 Prozent auf 44,6 Mio. Pfund zu. Der Umsatzanteil des Digitalgeschäfts lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei 4,9 Prozent, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 2,1 Prozent.

EMI-Konzernchef Eric Nicoli bestätigte die Geschäftserwartungen des Konzerns für das laufende Geschäftsjahr: Dank einer starken VÖ-Liste liege der Konzern voll im Plan. Abschließend ermahnte Nicoli die anwesenden Journalisten, ihre Presse- und Informationspakete nicht zu vergessen. Schließlich stecke auch eine Robbie-CD darin, „und jeder sollte mindestens eine haben“, schmunzelte Nicoli angesichts der bislang weltweit 3,5 Mio. verkauften Exemplare.

Mehr zum Thema