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Circuit City erreicht trotz schlechtem Weihnachtsgeschäft die Gewinnzone

Die US-Elektrofachhandelskette Circuit City beendete ihr Geschäftsjahr mit einem Umsatzzuwachs von sechs Prozent – im Gegensatz zum letzten Jahr wieder mit Gewinn. Zudem scheint die Übernahme des Händlers durch die Beteiligungsfirma Highfields Capital vom Tisch zu sein.

Die amerikanische Elektrofachhandelskette Circuit City beendete ihr Geschäftsjahr am 28. Februar mit einem Umsatzzuwachs von sechs Prozent. Die Einnahmen betrugen damit 10,47 Mrd. Dollar. Im Gegensatz zum letzten Jahr steht diesmal auch wieder ein Gewinn in den Büchern: Statt eines Verlusts von 61,7 Mio. Dollar machte Circuit City im abgelaufenen Fiskaljahr wieder einen Gewinn von 89,3 Mio. Dollar. Doch insgesamt gibt sich die Geschäftsleitung nur eingeschränkt zuversichtlich: „Wir machen Fortschritte, aber wir wissen auch, dass noch eine Menge Arbeit vor uns liegt“, erklärte CEO Alan McCollough. Im vierten Quartal betrug der Umsatz des Unternehmens 3,47 Mrd. Dollar – ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dafür sank der Gewinn um 4,7 Prozent auf 85,4 Mio. Dollar. Ein aggressiver Preiskampf in der Vorweihnachtszeit und Rabattaktionen zum Jahresende hätten die Quartalsbilanz gedrückt, so McCollough.

Circuit City hat seit zehn Jahren den Anschluss an Marktführer Best Buy verloren und versucht mit tiefgreifenden Umstrukturierungen wieder zu wachsen. Doch in der jüngsten Vergangenheit waren statt Wachstum massive Einschnitte zu beobachten: 19 Filialen werden geschlossen, rund 1000 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Nun sollen nach den 66 Niederlassungen im vergangenen Jahr weitere 17 Häuser in bessere Lagen umziehen. Zudem setzt McCollough auf eine Forcierung der Sortimente im Bereich DVD und Games. Beobachter fürchten jedoch, dass dies nicht reichen wird, um Circuit City wieder in Schwung zu bringen. Doch die Aktionäre sprechen dem Konzernchef vorerst weiter das Vertrauen aus. Die bis vor kurzem noch geplante Übernahme des Händlers durch die Bostoner Beteiligungsfirma Highfields Capital Management ist fürs erste vom Tisch.

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