Frank Briegmann, President und CEO Universal Music Germany, eröffnete am 3. September die Vertriebstagung von Universal Music, die unter dem Motto „Universal Olympics“ stand, im Berliner Café Moskau mit einer optimistischen und siegesgewissen Prognose. Universal stehe vom Marktanteil her so gut wie noch nie da und so solle es auch bleiben, erklärte Briegmann. Auch die Ertragssituation sei schon sehr viel besser, auch wenn sie noch besser werden könne. Auch die Lage im digitalen Geschäft beurteilte er positiv. So betrage der Marktanteil am Onlinegeschäft 40 Prozent. Phonoline habe dazu gedient, das Downloadgeschäft zu forcieren. Jetzt müsse der Verband sich Gedanken machen, wie man Phonoline zusammen mit der Telekom strategisch neu positionieren könne. Im Bereich mobile Music sieht Briegmann Universal im Vorteil: „Ich glaube, dass wir mit Universal Mobile am besten von allen aufgestellt sind.“ Bis 2008 rechnet Briegmann allerdings damit, dass noch 85 Prozent der Umsätze mit physischen Tonträgern gemacht werden. Für den Herbst kündigte Briegmann denn auch ein „Feuerwerk an guten Veröffentlichungen“ an. Nach wie vor sei das lokale Repertoire „absoluter Schwerpunkt“, woran sich auch nichts ändern werde.
Peter Mucha, Managing Director Universal Sales, prognostizierte in seinem Ausblick auf den Rest des Jahres, dass sich der positive Trend, der sich bereits im ersten Halbjahr abzeichnete, forsetzen werde. Jedes einzelne der Universal Labels habe zumindest den Plan erfüllt. In einigen Fällen seien sogar zweistellige Zuwächse erzielt worden. „Die Entwicklung ist extrem positiv, wir werden die schlechten Botschaften der letzten Jahre Ende 2004 ins totale Gegenteil wenden“, so Mucha. „Der Akku ist voll geladen, jetzt geht’s erst richtig los!“ Ansonsten kündigte Mucha an, dass es keine weiteren Reorganisationspläne gebe. Man kümmere sich von jetzt an wieder um das, worauf es ankommt, nämlich Produkte und Musik – eine Ankündigung, die von den Delegierten mit starkem Beifall bedacht wurde. Im Anschluss an die Tagungseröffnung startete die Classic & Jazz-Abteilung mit ihrer Produktpräsentation.




