Die Tonträgerindustrie, die mit ihrer Klage gegen den KaZaA-Vertrieb Sharman Networks vor Gericht erfolgreich war, will in einem Folgeverfahren nun Schadenersatz für die von den KaZaA-Nutzern begangenen Urheberrechtsverletzungen einfordern.
Branchenschätzungen zufolge verursachten die Filesharer rund drei Mrd. australische Dollar (1,87 Mrd. Euro) an Schaden. „Geht man von dem Wert der auf diese Weise gestohlenen Musik aus, dann werden die Schadenersatzforderungen beträchtlich sein“, erklärte Michael Speck, der die australische Antipiraterieorganisation MIPI auch nach seinem Ausscheiden als Geschäftsführer weiter in dieser Angelegenheit betreut, gegenüber der Lokalzeitung „Daily Telegraph“.
Mindestens eine Mrd. Dollar (624 Mio. Euro) will man von Sharman Networks einklagen. 30 Mio. Dollar (18,7 Mio. Euro) habe man bereits einbehalten, als Konten und Besitztümer von Sharman und seinen Managern eingefroren wurden. Wann sich ein Gericht mit den Forderungen der Industrie beschäftigen wird, ist derzeit unklar. Sharman hat nach dem Schuldspruch vom 5. September Revision beantragt.





