Der neue Bericht „Driving UK Growth: The Role of Licensing Music in the Age of AI“, erstellt von WPI Economics im Auftrag der BPI, bringt sowohl die Perspektive der Musikbranche als auch die der Konsument:innen auf generative KI im Zusammenspiel mit der Musik zusammen.
Eine Kernforderung des Verbands, die die Organisation mit dem Bericht untermauert, ist die weiterhin stabile Beachtung des Urheberrechts seitens der sich aktuell in einer Krise befindlichen UK-Regierung rund um Keir Starmer. Zuletzt wurden unter anderem Ausnahmen für KI-Unternehmen diskutiert, um mögliche Innovationen nicht zu verhindern.
Der Fokus der durchgeführten Studie liegt allerdings auf dem Lizenzmarkt. WPI stellte fest, dass Rechteinhaber und KI-Unternehmen bislang 274 Deals miteinander geschmiedet haben. Die meisten davon kommen von den Major-Labels Universal Music, Sony Music und Warner Music sowie der Indie-Plattform Merlin. Unter den Lizenznehmern befinden sich dabei Firmen wie Suno, Udio aber auch Spotify oder Googles Musik-KI Lyria.
Weitere Ergebnisse des Berichts: 77 Prozent der Befragten sehen die Lizenzierung von Musik für KI-Anwendungen als zentralen Wachstumsmarkt – doch nur 16 Prozent verfolgten bereits aktiv entsprechende Partnerschaften, heißt es aus UK. 97 Prozent betrachten das bestehende Urheberrecht als unverzichtbare Grundlage für KI-Musiklizenzierung.
Zudem seien 77 Prozent der KI-Nutzenden der Meinung, dass Rechteinhaber und Künstler:innen vergütet werden sollten, wenn ihre Werke zur KI-generierten Musik beitragen. Mehr als die Hälfte sehe darin auch ein wirtschaftliches Wachstumspotenzial.
„Diese Untersuchung zeigt, dass es möglich ist, das Vereinigte Königreich zu einem globalen Zentrum für die Lizenzierung ethischer KI-Musik zu machen“, findet Sophie Jones, Chief Strategy Officer BPI. Damit dieser Markt erfolgreich wachsen könne, müsse die Regierung ihn durch ein „klares Bekenntnis zur Einhaltung bestehender Urheberrechtsgesetze sowie durch die Verpflichtung zur Aufbewahrung von Unterlagen und zur Offenlegung unterstützen“. Dies würde laut Jones auch ermöglichen, „einen Marktplatz zu schaffen, auf dem Innovation gedeiht, Urheber vergütet werden und von dem die britische Wirtschaft durch zwei dynamische und sich gegenseitig verstärkende Sektoren profitiert“.







