Rund 880.000 Menschen sahen sich am 14. Mai 2026 ab 21 Uhr die lineare Übertragung der zweiten Vorschlussrunde des Eurovision Song Contests an. Das sind etwa 40.000 weniger als beim ersten Halbfinale zwei Tage zuvor. Allerdings schalteten deutlich weniger Personen aus der jungen Zielgruppe ein: Nur 350.000 statt 430.000 Zuschauer:innen zwischen 14 und 49 Jahren zählte die AGF. Die Show lief in Konkurrenz zur ProSieben-Sendung „Germany’s Next Topmodel“. Zudem trat die deutsche Teilnehmerin Sarah Engels in der Übertragung vom 12. Mai auf.
Beim Gesamtpublikum erreichte das Halbfinale einen Marktanteil von 4,7 Prozent, bei der jungen Zielgruppe reichte es nur noch für 9,8 Prozent statt der 12,9 Prozent aus der ersten Ausgabe.
Und was war musikalisch los? Anders als im ersten Halbfinale traten am Donnerstagabend nicht die ganz klaren Favoriten an, sondern eher Acts, die die Buchmacher:innen im Mittelfeld ansiedelten. Von dort aus kämpften sich starke Beiträge aus Bulgarien („Bangaranga“ von Dara) oder Australien („Eclipse“ von Delta Goodrem) weit nach vorn in der Vorhersage. Australien verpasste in den vergangenen beiden Jahren den Einzug ins große Finale, Bulgarien ist nach dreijähriger Pause wieder dabei.
Außenseiterchancen dürfen sich auch Søren Torpegaard Lund mit „Før vi går hjem“ aus Dänemark und Alexandra Căpitănescu mit „Choke Me“ aus Rumänien ausrechnen, die sich ebenfalls qualifiziert haben. Weiterhin qualifizierten sich Alis mit „Nân“ aus Albanien, Aidan mit „Bella“ aus Malta, Jonas Lovv mit „Ya Ya Ya“ aus Norwegen, Daniel Žižka mit „Crossroads“ aus Tschechien, Leléka mit „Ridnym“ aus der Ukraine und Antigoni mit „Jalla“ aus Zypern.
Außerhalb der Wertung gab es im zweiten Halbfinale zudem weitere Beiträge zu sehen: Frankreich trat mit der Pop-Oper „Regarde!“ von Monroe an, Großbritannien mit Look Mum, No Computer und „Eins, zwei, drei“ sowie Gastgeber Österreich mit „Tanzschein“ von Cosmo. Vorjahressieger JJ präsentierte vor der Punktevergabe noch seinen neuen Titel „Shapeshifter“.
Das große Finale des ESC findet am 16. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle statt. Die ARD überträgt die Show in Deutschland ab 21 Uhr im Ersten. Deutschland tritt mit der Startnummer zwei an, die historisch gesehen kein gutes Omen für das Ergebnis ist. Auch die Buchmacher:innen sehen für Sarah Engels kaum Chancen: Laut Wettquoten haben nur die Beiträge aus Belgien und Österreich noch geringere Siegchancen.







