Recorded & Publishing

BPI geht gegen Musiktauscher in Betrieben vor

Der britische Tonträgerverband BPI hat erstmals bei einem Unternehmen eine Razzia wegen des Verdachts auf illegale Filesharing-Aktivitäten veranlasst. Bei der schottischen Niederlassung des Mischkonzerns Honeywell ging die Polizei auf Spurensuche.

Der britische Tonträgerverband BPI hat erstmals bei einem Unternehmen eine Razzia wegen des Verdachts auf illegale Filesharing-Aktivitäten durchgeführt. Die Polizei ging zusammen mit BPI-Experten bei der schottischen Niederlassung des US-Mischkonzerns Honeywell auf Spurensuche.

Am Firmensitz in Motherwell, in der Nähe von Glasgow, stellten die Ermittler Ende Juni Daten sicher. Nach Hinweisen aus dem Unternehmen besteht der Verdacht, dass bei Honeywell Tausende Musikdateien im Intranet der Firma getauscht wurden. Die BPI hat in diesem Fall nach eigenen Angaben seit zwei Monaten ermittelt, bevor der Zugriff erfolgte.

Verbandschef Geoff Taylor nutzte die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass es sich beim digitalen Musiktausch übers Firmennetzwerk um ein ernstes Vergehen handelt. Firmen und deren Verantwortliche, die dagegen keine Maßnahmen ergreifen, können in Großbritannien haftbar gemacht werden. Eine Honeywell-Sprecherin sicherte den Behörden und der BPI „vollumfängliche Kooperation“ zu.