Spotify hat einen weiteren Lizenzpartner für sein Tool zur Erstellung von KI-gestützten Remixen und Coverversionen gewonnen. Wie Believe mitteilt, haben der Streamingdienst und das französische Musikunternehmen eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Teilnehmen können Künstler:innen und Labels, die mit Believe oder TuneCore zusammenarbeiten.
Das Angebot sei ausdrücklich auf Remixe und Covers ausgelegt, nicht auf völlig neue Werke, so Believe. Fans sollen Songs neu interpretieren können, während die Urheber:innen dafür vergütet werden. Streams dieser Remixe lösen Tantiemen für die teilnehmenden Künstler:innen und die Rechteinhaber:innen der Originalwerke aus. Spotify kündigte das Tool im Mai bereits als kostenpflichtiges Zusatzangebot für Premium-Abonnent:innen an.
Die Teilnahme ist freiwillig und folgt den im Jahr 2023 formulierten KI-Grundsätzen von Believe: Zustimmung, Kontrolle, Vergütung und Transparenz. Believe und TuneCore setzen dafür auf einen zweistufigen Prozess. Zunächst entscheiden Künstler:innen, ob sie grundsätzlich für KI-bezogene Programme infrage kommen wollen. Nur denjenigen, die zustimmen, wird anschließend die Spotify-Partnerschaft vorgestellt, woraufhin sie über ihre Teilnahme entscheiden können.
Beide Unternehmen betonen zudem den Schutz von Künstler:innen im KI-Zeitalter. Spotify baue seine Schutzmaßnahmen gegen Spam und Identitätsmissbrauch weiter aus, halte KI-generierten Spam aus den Empfehlungen heraus und weise Hörer:innen darauf hin, wenn Künstler:innen den Einsatz von KI in einem Track offengelegt haben. Believe begrüßt diese Schritte und möchte sein bestehendes GenAI Music Content Framework sowie die Schutzmechanismen in der Distribution weiter stärken.
Denis Ladegallerie, Gründer und CEO von Believe, verweist auf das gemeinsam gegebene Commitment vor rund einem Jahr, in dem sich unter anderem Spotify und Believe gemeinsam auf gewisse Rahmenbedingungen für KI und Musik geeinigt hatten: „KI muss Künstler:innen neue Möglichkeiten eröffnen und gleichzeitig ihre Rechte sowie den Wert ihrer Musik schützen.“ Nun setze man dies in die Tat um. „Gemeinsam verwandeln wir die bereits weit verbreitete Praxis des Fan-Remixens in ein lizenziertes Erlebnis, das die Erstellung von Fan-Remixes innerhalb der kontrollierten Plattform von Spotify fördert und Einnahmen für Künstler generiert.“
Charlie Hellmann, SVP und Global Head of Music bei Spotify, ergänzt: „Richtig umgesetzt kann die Kreativität der Fans die Verbindung zwischen den Fans und den von ihnen geliebten Künstler:innen vertiefen, neuen Mehrwert für die Künstler:innen schaffen und die Aufmerksamkeit wieder auf die Originalmusik lenken. Um dies zu erreichen, sind Partner aus der gesamten Branche erforderlich, und Believe sowie unabhängige Künstler:innen haben an jedem wichtigen Wendepunkt dazu beigetragen, die Branche voranzubringen. Es stimmt mich zuversichtlich, dass ihre Beteiligung nun die Dynamik in Richtung Zustimmung der Künstler:innen, Vergütung und Nennung als Urheber:innen verstärkt.“
Den Anfang bei den Lizenzvereinbarungen für das Tool hatte im Mai 2026 die Universal Music Group gemacht, im August folgten Merlin und Kobalt.






