Die britische Branche wird zum Jahresende einen neuen Downloadrekord aufstellen. Schon jetzt liegen die digitalen Verkäufe bei mehr als 400 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. In den Wochen um Weihnachten werden nun wöchentliche Absatzzahlen von rund einer Mio. Titel erwartet. In den ersten 49 Kalenderwochen verkauften die diversen Onlineshops im Königreich 23,7 Mio. Songs – ein Plus von 402,9 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2004. Zurzeit setzt die UK-Branche wöchentlich mehr als 650.000 Downloads ab.
Das digitale Geschäft läuft so gut, dass der Singles-Markt inzwischen zu 70 Prozent vom nonphysischen Format bestimmt wird. Vor einem Jahr machten Downloads erst ein Viertel der Singles-Absätze aus. Der Branchenverband BPI rechnet für die verbleibenden Tage des Jahres nun noch mit einer weiteren Steigerung. Das Gesamtjahr werde mindestens 25 Mio. Downloads erbringen. Dazu beitragen würden auch die vielen Digitalplayer, die in diesem Jahr wieder unter den Christbäumen liegen werden, sagte BPI-Sprecher Matt Phillips.
Die britische Kundschaft reizt beim digitalen Einkauf auch zunehmend die vorhandene Repertoiretiefe aus: Die 23,7 Mio. verkauften Downloads verteilen sich auf über 108.000 verschiedene Titel. Vor einem Jahr waren es nur halb so viele. Bislang sind die meistverkauften Downloads des Jahres „You’re Beautiful“ von James Blunt, gefolgt von Madonnas „Hung Up“ und „Bad Day“ von Daniel Powter.





