Musik

BMI ehrt US-Hits aus Europa

Die amerikanische Urheberrechtsgesellschaft BMI vergab am Abend des 29. November ihre BMI London Awards. Die großen Sieger der feierlichen Gala waren Steve Winwood, Mark Hollis sowie die Mitglieder der Bands Snow Patrol und Roxette. Aber auch deutsche und österreichische Autoren und Komponisten wurden geehrt.

Die amerikanische Urheberrechtsgesellschaft Broadcast Music Inc. (BMI) vergab am Abend des 29. November im Dorchester Hotel ihre BMI London Awards. Die großen Sieger der feierlichen Gala waren Steve Winwood, Mark Hollis sowie die Mitglieder der Bands Snow Patrol und Roxette. Winwood erhielt den BMI Icon Award für „seinen andauernden Einfluss auf Generationen von Musikern“. Mark Hollis bekam den Robert S. Musel Award für den Song des Jahres. „It’s My Life“, im Original von Hollis‘ Band Talk Talk ein Hit in den 80er-Jahren, war in der Interpretation von No Doubt der am häufigsten gespielte Song aus europäischer Feder im US-Radio und -Fernsehen.

Der populärste europäische Song im US-Collegeradio war „Run“, geschrieben von den Snow-Patrol-Mitgliedern Iain Archer, Nathan Connolly, Gary Lightbody, Mark McClelland und Jonny Quinn. Der BMI Dance Award ging an Peer Gessle und Mats Persson für „Listen To Your Heart“, das 1989 ein Nummer-eins-Hit für Roxette war und im Remake des belgischen Duos D.H.T. in diesem Jahr große Erfolge in den USA feierte. Auch deutschsprachige Autoren und Komponisten kamen in London zu Ehren: So gingen je ein Pop- und ein Urban-Award an die GEMA-Mitglieder Peter Bellotte und Giorgio Moroder für „Naughty Girl“ (Notting Hill Music/Warner-Chappell) von Beyoncé. Ein weiterer Pop-Award ging an Bülent Aris, Tony Cottura und Anthony Freeman für „Bounce“ (George Glueck Publishing/Hanseatic Musikverlag) von Sarah Connor. Im Bereich TV-Musik erhielten die GEMA-Komponisten Christopher Franke („The Amazing Race 7“) und Dain Blair („Extreme Makeover: Home Edition“) Auszeichnungen. Und für seine Filmmusik zu „Alien vs. Predator“ und „The Day After Tomorrow“ ehrte die BMI den österreichischen Komponisten Harald Kloser.

Neben den erfolgreichsten Titeln des Jahres zeichnete die BMI auch die so genannten Million-Airs aus. Diese Preise gehen an Autoren und Komponisten, deren Werke mindestens zwei Mio. Mal im US-TV und -Radio gespielt wurden. Erfolgreichster europäischer Million-Air ist demnach Sting, dessen „Every Breath You Take“ mehr als acht Mio. Plays vorweisen kann, gefolgt von Van Morrisons „Brown Eyed Girl“ mit sieben Mio. Einsätzen und „Layla“ von Eric Clapton und Jim Gordon sowie „(I Can’t Get No) Satisfaction“ von Mick Jagger und Keith Richards. Einziger deutscher Million-Air ist Bert Kaempfert, der zusammen mit Milt Gabler für den mittlerweile mehr als zwei Mio. Mal gespielten Song „L-O-V-E“ verantwortlich zeichnet.

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