Stella Bossi möchte mit ihrer All Excess Agency ihren Künstler:innen mehr als nur Booking bieten. Zum Angebot des Unternehmens sollen auch eigene Eventproduktion, Content-Produktion, Social-Media-Strategie und Mental-Health-Angebote gehören. Zudem verspricht die Gründerin Schutz vor „falschen Gigs statt reiner Kalendermaximierung“.
Die DJ und Produzentin wird personell von einem in der Berliner Clubszene erfahrenen Team unterstützt, heißt es in einer Mitteilung. Bossi ist allerdings Geschäftsführerin und übernimmt die kreative Leitung der Agentur. Bossi gründete bereits 2020 ihr eigenes Label The Beat Must Fuck und nimmt mit der Firma nun auch ihr eigenes Booking in die Hand. Für Gigs wird sie exklusiv über die All Excess Agency gebucht.
In einer Mitteilung heißt es außerdem, dass die Verträge der Agentur eine sogenannte Ethics Clause mit Null-Toleranz-Politik gegenüber Belästigung und missbräuchlichem Verhalten enthalten. Darüber hinaus stellt das Unternehmen seinen Künstlerinnen Menschen mit Expertise für mentale Gesundheit zur Verfügung und bietet Mentoring-Programme an.
Neben Bossi gibt die neue Firma gleich drei Signings zur Gründung bekannt. Zunächst arbeitet die in Berlin lebende polnische DJ, Produzentin und Labelbetreiberin Moia mit der All Excess Agency zusammen. Zudem unterschreibt die Künstlerin Hanaa, die auf der „Rebirth: All Night Long Tour“ unterwegs ist, bei der Agentur. Die vierte DJ im Bunde ist Carla Schmitt, deren Sound sich zwischen Techno, Psytechno und Trance bewegt.

„Seit Monaten arbeite ich mit einigen der besten Leute der Branche daran, starke Strukturen, klare Konzepte und ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Künstlerinnen sicher, respektiert und wirklich ernst genommen fühlen“, schreibt Stella Bossi in einem Instagram-Post zur Gründung. „Unsere Agentur ist eine Antwort auf ein strukturelles Problem, das schon viel zu lange besteht. Wir brauchen Räume, in denen Respekt, Sicherheit und Fairness die Norm und nicht die Ausnahme sind. Das ist kein Trend. Das ist unser langfristiges Engagement. Das ist echtes Female Empowerment.“




