Wie beide Organisationen mitteilten, erhalten 17 Unternehmen und Akteur:innen der Musikwirtschaft sowie elf Vorhaben von Artists und ihren professionellen Teams einen Zuschuss. Die geförderten Reisen führen zu Festivals, Konferenzen, Residencies und Kooperationspartner:innen in Europa, Afrika, Asien sowie Nord- und Südamerika. Sie finden bis zum 30. November 2026 statt.
Im Mittelpunkt des Music Ambassador Programms stehen die Erschließung neuer Märkte, der Aufbau belastbarer internationaler Kontakte sowie die Anbahnung professioneller und künstlerischer Kooperationen. Seit dem Jahr 2014 unterstützt das Programm gezielte Auslandsreisen von Akteur:innen der Berliner Musikwirtschaft. Bereits zum dritten Mal öffnet die Berlin Music Commission (BMC) das Programm in Kooperation mit dem Musicboard Berlin auch für Musiker:innen aus dem popkulturellen Bereich und ihre Teams.
Zu den geförderten Wirtschaftsvorhaben zählen unter anderem Reisen zur Visa For Music nach Rabat, zum Cercle Festival nach Mexiko-Stadt sowie zur Womex nach Las Palmas de Gran Canaria. Auch Fachreisen nach São Paulo, Johannesburg und Taipeh erhalten einen Zuschuss, ebenso wie ein Accelerator-Projekt zwischen Berlin und Chicago.
Unter den geförderten Artists und Teams finden sich Reisen zum Unsound Summer Lab nach Sokołowsko, zum Amsterdam Dance Event sowie Songwritingcamps in Kopenhagen und Accra. Weitere Vorhaben führen nach London, Taipeh, Istanbul und Korsika.
Über die eingereichten Vorhaben entschied eine unabhängige Fachjury, der Anna Groß von Springstoff, Anita Richelli von der Brighter Agency und Steffi von Kannemann von Better Things angehörten. Das Programm wird im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe durchgeführt.
Olaf Kretschmar, Vorstandsvorsitzender der BMC, betont, dass internationale Zusammenarbeit durch persönliche Begegnungen, gemeinsame Ideen und gegenseitiges Vertrauen entstehe. Besonders wertvoll sei für ihn die enge Zusammenarbeit mit dem Musicboard Berlin: „Gemeinsam eröffnen wir konkrete internationale Entwicklungsmöglichkeiten und sorgen dafür, dass Wissen, Kontakte und neue Perspektiven in das Berliner Musikökosystem zurückfließen und es langfristig stärken.“
Marie von der Heydt, Geschäftsführerin des Musicboard Berlin, bezeichnet das Programm als Sprungbrett in neue Märkte, das den internationalen Austausch fördere und Karrieren voranbringen könne. „Dass wir diese Reisekostenförderung nun schon zum dritten Mal auch Musiker:innen und ihren Teams anbieten können, freut mich sehr. Die kreative Vielfalt und Innovationskraft in Berlin verdient internationale Sichtbarkeit“, kommentiert von der Heydt.




