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Spielstätten in Mecklenburg-Vorpommern sollen sichtbarer werden

Der Landesverband für populäre Musik und Kreativwirtschaft M-V e.V (PopKW) und der Landesverband Soziokultur MV wollen mit dem PopKW-Atlas einen Überblick der Akteurinnen der Musikszene in Mecklenburg-Vorpommern liefern, um damit die Räume sichtbar zu machen, die Kulturschaffende bräuchten.

Besonders bemerkenswert sei die hohe Anzahl an Musikspielstätten in dem Bundesland, informieren die beiden Herausgeber des PopKW-Atlas. Aufbauend auf der Publikation „Schwarmwissen – Orte der Soziokultur in Mecklenburg-Vorpommern“ des Landesverbandes Soziokultur MV hat die PopKW nach eineinhalbjähriger Recherchearbeit erstmals alle 132 Musikspielstätten im Land in einer Vernetzungskarte zusammengeführt.

Unter popkw-atlas.de findet man ab sofort Kontaktdaten und Informationen zu 132 Musikspielstätten, 81 Festivals, 25 Akteuren der Audiowelt (Tonstudios, Mastering, Verleih), fünf Fördermittelgeber:innen und Kollektiven/Veranstaltenden.

Gerade weil Mecklenburg-Vorpommern ein Flächenland sei, erschwere die geografische Distanz die Vernetzung und Zusammenarbeit in der Musik- und Kulturszene, teilen die Verantwortlichen mit. „Die Karte soll daher nicht nur Sichtbarkeit schaffen, sondern vor allem als Werkzeug dienen, um Kontakte herzustellen, Kooperationen zu ermöglichen und Synergien zwischen Musiker:innen, Veranstaltenden, Clubs und Festivals und allen Kulturschaffenden zu fördern. Darüber hinaus eröffnet der Atlas neue Perspektiven auf regionale Kulturangebote und macht deutlich, wie sehr Musik und Veranstaltungen das touristische Angebot bereichern.“

Die Untersuchung habe ergeben, dass Musikspielstätten in Mecklenburg-Vorpommern interdisziplinäre Kulturorte seien und die Demokratie im ländlichen Raum stärken. So liefert das erste landesweite Live-Monitoring Zahlen zu den 132 Musikspielstätten in dem Musikland: 53 Prozent liegen im ländlichen Raum, wo sie eine zentrale gesellschaftliche Funktion übernähmen: „Sie schaffen Räume für Austausch, Dialog und gemeinsames Erleben, auch abseits der großen Städte.“

Dass 70 Prozent der Musikspielstätten interdisziplinäre Kulturräume seien – darunter soziokulturelle Zentren, Jugendzentren, Offspaces und Musikcafés – zeige, wie vielfältig und offen diese Orte seien. „Gerade diese Vielfalt und Offenheit fördern demokratische Werte wie Toleranz, Respekt und Mitbestimmung“, heißt es.

54 Prozent der Venues werden von Vereinen betrieben. „Das bedeutet: Bürger:innen engagieren sich ehrenamtlich, übernehmen Verantwortung und gestalten aktiv das kulturelle Leben in ihrer Region. Dieses zivilgesellschaftliche Engagement ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Wer diese Orte stärkt, stärkt die Demokratie im Land!“