Am 15. Februar 2023 präsentierte die Keychange-Initiative, die sich für Geschlechtergerechtigkeit in der Musikindustrie einsetzt, einen aktuellen Überblick über die Fortschritte der „Keychange Pledge“ und stellte den „Pledge Action Plan“ vor, der die nächsten Schritte skizziert.
2017 wurde die Keychange Pledge und ihre Kampagne „50/50 by 2022“ ins Leben gerufen. Musikfestivals und -konferenzen wurden aufgefordert, sich zu verpflichten, bis 2022 eine 50/50-Repräsentation auf ihren Bühnen zu erreichen. Der Pledge wurde 2018 mit einer Aufforderung an alle Musikorganisationen weiterentwickelt, sich zu verpflichten, bis 2022 oder in einem selbstbestimmten Zeitrahmen in einem oder mehreren Bereichen ihrer Arbeit mindestens 50 Prozent Frauen einzusetzen.
Nach fünf Jahren, in denen Keychange globale Musikorganisationen in Bezug auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis befragt hat, kann die Initiative nun einige wichtige Erkenntnisse aus der Untersuchung vorlegen.
Demnach hätten 64 Prozent der Unterzeichnerinnen ihre Ziele bereits erreicht oder übertroffen. Zudem haben sich bis jetzt mehr als 600 Musikfestivals und Organisationen auf der ganzen Welt der Keychange Pledge angeschlossen. 40,5 Prozent der 613 Unterzeichner innen der Keychange Pledge sind Festivals, 9,1 Prozent sind Verbände, acht Prozent sind Management- und Booking-Agenturen und 6,9 Prozent sind Konzerthäuser und Veranstaltungsorte. Die französische Verwertungsgesellschaft SACEM (Society of Authors, Composers and Publishers of Music) ist der jüngste prominente Unterzeichner.
„Die Pledge entstand zunächst, damit sich alle Gründungsmitglieder*innen einheitlich auf den Zweck von Keychange verständigen und zur Umsetzung ihrer Ziele verpflichten“, erklärt Merle Bremer, Project Lead Keychange: „Schnell entwickelte sich die Absichtserklärung über alle Grenzen hinaus zum wichtigsten internationalen Tool und zur größten Kampagne unserer Arbeit.“
Der Start des Aktionsplans fiel mit einem vollen Programm von Keychange-Aktivitäten in Brüssel am 15. Februar zusammen. Dort gab es auch eine Live-Veranstaltung mit ehemaligen Teilnehmer*innen des Keychange-Talentförderprogramms.
Der Aktionsplan setzt sich aus vier Punkten zusammen: „Beyond Gender“, „Urgent Action“, „Global Community“ und „Education & Activism“.






