Die Verleihung fand im Rahmen des „Spotlight On: Festival Culture“ statt. Der Award wurde erstmals gemeinsam mit Verbänden, Institutionen und Netzwerken der Festivalbranche gestaltet. Organisiert wird er von der Bundesstiftung LiveKultur und der LiveKomm, Veranstalter ist das Reeperbahn Festival. Moderator war Marc Nikoleit.
In der Kategorie „Klein aber Oho!“ (bis 5000 Besucher:innen) gewann das Pferdefestival vor Summertime Festival und Detected Classic Festival. Lisa Andersohn von der Initiative Musik sagte in der Laudatio: „Eigentlich müsste es heißen, klein UND oho“. Gerade in ländlichen Regionen seien kleine Festivals oft Orte für Vielfalt.
„Die Goldene Mitte“ (5000 bis 15.000 Besucher:innen) ging an Nation of Gondwana, das sich nach wie vor frei von Sponsor:innen allein über Ticketverkäufe finanziert. Nominiert waren außerdem Herzberg Festival und Hütte rockt.
Das Fusion Festival wurde als „Mein größtes Vorbild“ (ab 15.000 Besucher:innen) ausgezeichnet, nominiert waren auch das Norden Festival und das Deichbrand Festival. Sarah Lüngen (BDKV / The Changency) sagte in ihrer Laudatio: „Wir haben uns gefragt: Welches Festival kann Vorbild sein für die Festivallandschaft?“ Das Fusion zeichne sich durch seine „konsequent wertebasierte, hierarchiearme Haltung“ aus.
Den Publikumspreis „Fan Favourite“ entschied die Festivalcommunity: Er ging an das Orange Blossom Special, das sich unter anderem gegen Open Flair und Summer Breeze Open Air durchsetzte. Jannis Burkardt von Höme appellierte an die Festivals im Publikum: „Bitte macht weiter! Eure Festivals sind Orte des Austausches und Menschen brauchen diesen Austausch.“
Der Sonderpreis ging an Snntg Festival und Highfield Festival. Felix Grädler, Vorstandsmitglied der Bundesstiftung LiveKultur und Initiator des Live Music Fund, sagte, beide Festivals seien in Struktur und Größe völlig verschieden, sähen sich aber denselben Realitäten gegenüber: „wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Festivals werden immer schwieriger, sodass auch Festivals, die bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, nicht mehr weitermachen können.“ Er verwies auf die Rote Liste zu bedrohten und nicht mehr existierenden Festivals und Clubs. Das Highfield Festival gab dem Publikum mit auf den Weg: „Lasst Festivals nicht sterben!“






