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Wer sind die Köpfe hinter den neuen DEAG-Eignern?

Mit der Nachricht von einem mehrheitlichen Einstieg bei der DEAG sorgte die Enhanced Group in der Nacht auf den 6. November 2026 für Aufsehen im Konzertgewerbe. Hinter der Enhanced Group stecken unter anderem zwei Manager mit deutschen Wurzeln, Geld und Beziehungen bis in die Spitzenkreise der Politik.

Im Mai 2026 stiegen in Las Vegas erstmals die sogenannten Enhanced Games. Den an den Wettbewerben im Laufen, Schwimmen oder Gewichtheben teilnehmenden Sportler:innen war der Einsatz von leistungssteigernden Medikamenten unter kontrollierten Bedingungen erlaubt. Das war durchaus umstritten, so schrieb unter anderem das „Deutsche Ärzteblatt“ von „Doping-Spielen“, der NDR titelte „gefährliche Menschenversuche für viel Geld“.

Hinter den Enhanced Games steht die Enhanced Group, die bislang vor allem im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel samt leistungssteigernden Substanzen aktiv ist – in den USA spricht man da von Performance Enhancing Drugs – und es sich auf ihrer Homepage zum Ziel setzt, Menschen dabei helfen zu wollen, ihr „volles Potenzial“ zu entfalten.

Und dieses in New York ansässige Unternehmen hat sich nun also aktuell einen Anteil von zunächst 77 Prozent an der DEAG gesichert und plant eine vollständige Übernahme der in Berlin beheimateten Entertainment-Gruppe.

Geleitet wird die Enhanced Group von dem in München geborenen CEO Maximilian Martin. Als Investor mit an Bord ist zudem der in London ansässige Unternehmer Christian Angermayer, der aus Wiesau im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth stammt und die Beteiligungsgesellschaft Apeiron Investment Group lenkt. Eine ARD-Reportage aus der „Kontraste“-Reihe bezeichnete Angermayer jüngst als „schillernden Unternehmer“ aus der bayerischen Provinz, „heute schwerreich“ und außerdem „wohl so nah an der Trump-Regierung wie nur wenige andere Deutsche“. Das „Forbes“-Magazin taxiert Angermayer auf ein Vermögen von 1,2 Milliarden Dollar und verweist auf Engagements unter anderem in den Bereichen Biotech und Fintech. Beim „Tagesspiegel“ zählt man ihn wie auch den CDU-Politiker Jens Spahn mit zum privaten Netzwerk des umstrittenen Tech-Milliardärs Peter Thiel. Thiel wiederum fragte laut „RBB“ jüngst bei der Verleihung des Axel-Springer-Awards an ihn den Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner, warum wohl ein Großteil der Medienlandschaft „zu einer Art linker Hassfabrik verkommen“ sei.

Mit der Übernahme der DEAG, so schreibt Angermayer nun unter anderem via LinkedIn, lege man bei der Enhanced Group den Grundstein für eine internationale „Buy & Build“-Strategie.

CEO Maximilian Martin erläuterte derweil Details zum DEAG-Deal in einer Gesprächsrunde, die via YouTube abrufbar ist. So sollen Anteilseigner des deutschen Live-Unternehmens für je 1,7 DEAG-Aktien eine Enhanced-Aktie erhalten, wofür das Unternehmen wiederum elf Millionen neue Anteilsscheine ausgibt. Den Preis pro DEAG-Aktie bezifferte er auf vier Euro, was die Transaktion auf ein Volumen von rund 100 Millionen Euro bringe. Langfristig wolle man die DEAG vollständig übernehmen. 

Der Preis von 100 Millionen Euro sei das Vierfache des letzten EBITDA-Ergebnisses der DEAG, erläuterte Martin unter anderem, zugleich aber auch ein „hoher Rabatt“ auf das, was die DEAG voraussichtlich als börsennotiertes Unternehmen wert wäre. Zudem verglich der CEO die DEAG-Zahlen in seiner Präsentation mit denen von Live Nation und CTS Eventim sowie mit denen von Superstruct, See Tickets und ATG Entertainment.

Maximilian Martin erwähnte zudem, dass Christian Angermayer mit Apeiron nicht bloß größter Investor von Enhanced sei, sondern bereits zuvor auch Anteile an der DEAG gehalten habe. Im Live- und Entertainment-Bereich sehe man noch großes Potenzial, da die Entwicklung in den Bereichen KI und Robotics den Menschen viel Zeit zurückgeben werde.

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