Karel Svoboda, der die Musik zu Märchenklassikern wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und TV-Serien wie „Wicki“ oder „Nils Holgersson“ geschrieben hat, ist am 28. Januar im Alter von 68 Jahren gestorben.
Er soll sich laut Medienberichten im Garten seines Hauses in Jevany bei Prag erschossen haben. Als möglicher Grund wird eine unheilbare Krankheit genannt, an der Svoboda gelitten haben soll. Er hinterlässt eine Frau und einen einjährigen Sohn sowie zwei Kinder aus erster Ehe.
Die unsterblichen Melodien von Svoboda, die basierend auf einem romantischen Erbe auch stets moderne Pop-Einflüsse verarbeitet haben, prägten die Jugendfilme und TV-Serien vor allem in den 70er- und frühen 80er-Jahren. Er schrieb die Musik zu rund 900 Filmen und Fernsehserien. Zu den bekanntesten gehören „Wickie und die starken Männer“, „Die Biene Maja“, „Pinocchio“, „Wie man Dornröschen wachküßt“, „Nils Holgersson“, „Die Besucher“, „Die Märchenbraut“, „Unterwegs nach Atlantis“, „Der fliegende Ferdinand“ sowie „Katja und die Gespenster“. Zuletzt unterlegte er die ProSieben-„Märchenstunden“ mit Musik.
Als sein Meisterwerk gilt indes die Musik zum Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ aus dem Jahr 1973, den die deutschen Fernsehsender seit 1975 jedes Jahr zu Weihnachten ausstrahlen. Besonders gelungen ist dabei, wie Svoboda das ätherische „Aschenbrödel“-Thema im 3/4-Takt mit dem harten 4/4-Takt-Thema der höfischen Welt kontrastiert.






