Zunächst begrüßte Hotelchefin Innegrit Volkhardt, die als Veranstalterin und Gastgeberin des Jazz Sommers fungiert, die Gäste in der Pianobar des Bayerischen Hofs und freute sich, dass so viele Jazz-Interessierte wie nie zuvor den Weg zu der Präsentation gefunden hätten.
Sie übergab dann das Mikrophon dann an Oliver Hochkeppel, der jüngst zwar als Booker des Night Club im Bayerischen Hofs zurückgetreten war, aber weiterhin als Kurator des jährlichen Jazz Sommers fungiert. Auch die einstige Sony-Music-Managerin Jessica Mohr gehört nach wie vor zum Jazz-Sommer-Team, wo sie für organisatorische Fragen und die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich zeichnet.
„Wir wollten den Jazz Sommer 2026 eigentlich unter das Motto ‚100 Jahre Miles Davis‘ stellen, aber zum einen herrscht im Jubiläumsjahr kein Mangel an Gedenkveranstaltungen für ihn, und zum anderen wollten wir mit dem in diesem Jahr gewählten Motto ‚What The World Needs Now‘ bewusst ein Zeichen setzen – in einer Welt, die so aussieht, wie sie derzeit leider aussieht.“ Entsprechend habe er Acts gebucht, die der Botschaft von Liebe, wie sie im Motto-Song von Burt Bacharach gefordert wird, gerecht werden und die auch über den Jazz hinaus einen Impact hätten. Denn der Jazz sei die Musik der Freiheit, Hoffnung und Gemeinschaft, präge das Programm „mit Künstlerinnen und Künstlern, die musikalisch und gesellschaftlich Brücken schlagen“.
Dafür steht etwa der 91-jährige Abdullah Ibrahim als Ikone der Anti-Apartheid-Bewegung und einer der bedeutendsten Pianisten des Jazz. Der aus Südafrika stammende Pianist wird am 28. Juli im Festsaal des Bayerischen Hofs den Jazz Sommer 2026 offiziell eröffnen. „Doch auch Miles Davis ist in diesem Jahr präsent“, betonte Hochkeppel und verwies auf den Trompeter Joo Kraus, der am selben Abend nach dem Konzert von Abdullah Ibrahim im Night Club des Hotels gemeinsam mit dem Sirius Quartet auftritt.
Mit Jowee Omicil präsentiere man zudem „einen der aufregendsten aktuellen Grenzgänger zwischen Jazz, Spiritualität und Weltmusik“. Er wird von der marokkanischen Sängerin Malika Zarra unterstützt. „Auch Daniel Garcia Diego verbindet mit seinem Trio unterschiedliche musikalische Welten und schlägt Brücken zwischen Jazz, Flamenco und arabischen Einflüssen. Eine besondere Europa-Premiere verspricht der Auftritt der puertoricanischen Singer/Songwriterin Fabiola Mendez, die bereits mit Bad Bunny zusammenarbeitete und international für Aufsehen sorgt“, so Hochkeppel weiter. „Den Abschluss gestaltet schließlich der ‚Nordic Sound‘: Der Pianist Tord Gustavsen und der Saxofonist Trygve Seim präsentieren erstmals gemeinsam ihre atmosphärisch-spirituelle Klangwelt.“
Erstmals seit der Corona-Zwangspause wird es auch wieder am Vorabend des Jazz Sommers ein Konzert der Münchner Jazzkritiker geben, die von dem Pianisten Matthias Bublath angeleitet werden, der im Anschluss mit seinem eigenen Trio auftritt.
Miles Davis ist zudem im Kinoprogramm und der traditionellen Fotoausstellung im Atrium des Hotels zum Jazz Sommer präsent. Im hoteleigenen Kino läuft unter anderem der Dokumentarfilm „Birth Of The Cool“ von Regisseur Stanley Nelson jr., in der Verkaufsausstellung „Miles Davis – Three Days In Malibu“ hängen Fotografien von Ralph Quinke.
Termine:
27.07. Münchner Musikkritiker-Band & Matthias Bublath Trio (Night Club)
28.07. Abdullah Ibrahim (Festsaal)
28.07. Sirius Quartet feat. Joo Kraus (Night Club)
29.07. Jowee Omicil & Malika Zarra (Night Club)
30.07. Daniel Garcia Diego Trio (Night Club)
31.07. Fabiola Mendez (Night Club)
01.08. Tord Gustavsen & Trygve Seim (Night Club)
Musikfilme im Premiumkino astor@Cinema Lounge:
28.07. „Bird“ – Regie: Clint Eastwood Gebrüder
29.07. „Miles Davis – Birth Of The Cool“ – Regie: Stanley Nelson jr.
30.07. „Jazzfieber – The Story Of German Jazz“ – Regie: Reinhard Kungel
31.07. „Calle 54“ – Regie: Fernando Trueba
01.08. „Jazz an einem Sommerabend“ – Regie: Avram Avakian & Bert Stern







