“In den ersten Jahren versuchten wir, das Festival lokal zu verankern und nun suchen wir vermehrt auch internationale Beachtung für die Nachwuchs-Acts, die am Festival teilnehmen“, erklärte Philipp Schnyder, als Mitarbeiter des Migros-Kulturprozent die treibende organisatorische Kraft bei M4Music.
Im vergangenen Jahr seien die beteiligten Clubs im Schnitt zu 74 Prozent ausgelastet gewesen, und zählten insgesamt rund 7000 Besucher bei den Veranstaltungen. Außerdem habe das Festival mit der gut besuchten A&R-Konferenz ein wichtiges Ziel erreicht, weil sich dort Künstler, Publikum und Mitarbeiter der Plattenfirmen getroffen hätten. Er sieht deshalb keinen Grund, für dieses Jahr am Konzept etwas zu ändern. „Ganz wichtig“, betont Schnyder, „sind die Clubs, weil sie die Schnittstelle zwischen Underground und Kommerzialität bilden.“
Programmkoordinator Jean Zuber, beim M4Music-Partner United Sound für das Booking zuständig, erklärte, dass das Festival aufgrund der gestiegenen Zahl an Konzerten mit rund 100 teilnehmenden Bands und Künstlern auf 13 Clubs ausgedehnt wurde. Im Vorjahr hatten noch fünf Clubs ausgereicht. Die maximale Kapazität pro Abend verdoppele sich dieses Jahr auf 6000 Personen. Gleichzeitig habe er dafür gesorgt, dass alle Spielorte in den Züricher Stadtkreisen vier und fünf liegen, um den Besuchern lange Wege zu ersparen.
Wie schon im Jahr 2000 überträgt zudem der Webcast-Partner BoomBox.net jeden Abend Gigs aus einzelnen Clubs unter der Adresse www.m4music.ch live ins Internet. Lorenz Hauser, Mitinhaber der Partner-Agentur ausserhaus, stellte das Schwerpunktthema der Konferenz, Musik und Internet, vor.
Im Rahmen von Paneldiskussionen befassen sich zahlreiche Referenten vor allem mit der Frage, ob das bisherige Urheberrecht in Zeiten des Internets überleben kann. Zu den Teilnehmern zählen unter anderem Chris Wepfer, Managing Director Warner Music Switzerland AG, und Dr. Martin Schaefer, Geschäftsführer des Bundesverbands Phono.
In der sogenannten Cyberlounge des Online-Dienstleisters music.ch können sich zudem User individuell beraten lassen. Der Bereich Beratung ist mit der Demotape Clinic auch das dritte Standbein des Festivals. Hier können Nachwuchskünstler ihre Demos vor Publikum von einer professionellen Jury beurteilen lassen. 2001 soll die Veranstaltung mit weniger Showelementen auskommen als im Vorjahr.
Philipp Schnyder präsentierte abschließend die neue Publikation „Swiss Music Directory 01“, die neben einem Adressteil auch Aufsätze zum M4Music-Motto, „Bits, Bytes & Copyrights“, enthält.




