ISS will die angeschlagene Independent-Firma Semaphore retten
Die Semaphore Musikproduktions GmbH hat Konkurs angemeldet. Doch die ISS Records GmbH will als Kooperationspartner den endgültigen Verfall des Unternehmens verhindern. Bereits Ende Juni stellte Semaphore einen Konkursantrag. Daraufhin erließ das Amtsgericht Nürnberg in seinem Konkurseröffnungsverfahren ein allgemeines Veräußerungsverbot für das Vermögen von Semaphore. Damit ist es dem mittelfränkischen Unternehmen nun untersagt, über Wertgegenstände aus seinem Vermögen zu verfügen oder Außenstände einzuziehen. Das Gericht bestimmte deshalb Rechtsanwalt Dr. Siegfried Beck zum amtlichen Gutachter. Zur Zeit prüft Beck, ob bei Semaphore noch genügend Vermögen vorhanden ist, um ein Konkursverfahren zu eröffnen. Die ISS Records GmbH indes wird mit der Nürnberger Firma unabhängig von einem eventuellen Konkursverfahren eine strategische Allianz eingehen. ISS-Geschäftsführer Henri Gerrits bestätigte im Gespräch mit MUSIKWoche, daß ISS Semaphores Lagerhaltung und gesamte Vertriebsabteilung übernehmen wird. Die Kernkompetenzen A&R und Produktmanagement sollen bei Semaphore bleiben. Durch die Zusammenarbeit mit Semaphore will Gerrits die „für beide Seiten finanziell günstigste Lösung“ verwirklichen und gleichzeitig den Künstlerkatalog von ISS ausbauen und begradigen.



