Das Album „The Melody At Night, With You“ habe seine Art zu spielen verändert, sagt der Pianist Keith Jarrett. Unter dem Einfluss seiner schweren Krankheit, dem mit plötzlichen Ermüdungszuständen gekoppelten „chronic fatique syndrome“, musste er sich wie bei einer Zen-Meditation auf das Wesentliche konzentrieren: die mit ganzem Herzen ausgestaltete Melodie.
Auf dem Live-Doppelalbum „Whisper Not“ (ECM Records Verlag/Univeral, Best.-Nr.: 543 816-2) seines Trios mit dem Bassisten Gary Peacock und dem Schlagzeuger Jack DeJohnette sei dies nachzuvollziehen, betont der Pianist. Mittelmäßige Jazzmusiker nähmen oft das Thema eines Songs nur als Anlass, nach dessen Vorstellung ohne weitere Bezüge zum Ausgangspunkt loszulegen. „Ich wollte dagegen so viel aus der Melodie herausholen, wie dies irgend möglich war“, sagt er. Der Longplayer des Trios wurde am 5. Juli 1999 im Palais des Congrès in Paris mitgeschnitten. Er enthält überdurchschnittlich viele Stücke aus der Bebop-Ära des Jazz.
„So großartig wie Keith Jarrett können nur wenige Pianisten das Idiom von Charlie Parker auf den Flügel übertragen“, sagt Astrid Astrid Kieselbach, Abteilungsleiterin Jazz und Product Management für ECM bei Universal Music in Hamburg. Das Album wird am 9. Oktober veröffentlicht. Zur Unterstützung des Handels stellen Universal und ECM ein Poster mit der Abbildung des Covers sowie einen „ECM Artist Folder“ mit 150 000 Exemplaren zur Verfügung. Außerdem wirbt ECM mit Anzeigen in Jazzmagazinen sowie „Audio“ und „stereo“ für die Neuerscheinung. Eine breite Pressearbeit soll für die nötige Resonanz in Printmedien und Funk sorgen.




