Im Startmonat zur Popkomm. des vergangenen Jahres waren es noch rund 100.000 User, die auf den vier verschiedenen Streaming-Kanälen der Site, die zum Medienunternehmen MME gehört, Songs jenseits des Massengeschmacks sehen wollten. „Vor allem die Voting-Funktion, die interaktiv das Programm bestimmt, macht eyedoo zu einem einzigartigen Programmangebot. Wir spielen viele Clips, die auf Viva oder MTV nicht laufen“, sagt Hennecke.
Auch die Plattenfirmen nähmen eyedoo ernster, das Unternehmen werde inzwischen mit allen neuen Clips bemustert. Eine massive Anzeigenkampage habe laut Hennecke dazu beigetragen, den Markennamen bekannter zu machen – das Hauptproblem, mit dem Musikvideo-Sites zu kämpfen haben, wie Viva-Chef Dieter Gorny meint. Für eyedoo sieht Hennecke mehrere Zukunftsmöglichkeiten, momentan führt die Firma Gespräche mit „vielen möglichen Partnern“, um an einer Konvergenz der Medien zu arbeiten. Dazu gebe der Status von eyedoo Hoffnung: „Deutschlandweit haben wir im Netz keine direkten Mitbewerber, weil wir sehr früh Abkommen mit der GEMA und GVL geschlossen haben und dadurch alles spielen können.“ Auch die Online-Angebote von MTV und Viva will Hennecke nicht gelten lassen: „Die streamen online doch nur ihr TV-Programm und bieten damit lediglich Videotext deluxe.“





