Bilanzpressekonferenz der Metro AG: Media-Saturn steigert Umsatz

Die Metro AG steigerte den Konzernumsatz im Jahr 2000 um 7,1 Prozent. Als Zugpferd steuerte die Media-Saturn-Gruppe ein Umsatzplus von 24 Prozent bei. Zahlen für den Bereich Unterhaltungssoftware weist die Firma weiterhin nicht aus.

Der größte Handelskonzern Deutschlands erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 46,93 Milliarden Euro – ein Plus von 7,1 Prozent. Auch beim Vorsteuergewinn legte der Konzern um 10,7 Prozent auf 754 Millionen Euro zu. Laut Vorstandssprecher Dr. Hans-Joachim Körber hat sich auch „beim europäischen Marktführer im Elektronikfachhandel, Media-Saturn, im Jahr 2000 die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt“.

Bei einem Umsatz von 7,6 Milliarden Euro legte die Vertriebslinie um 24 Prozent zu. Flächenbereinigt stieg der Umsatz in Deutschland um 8,7 Prozent, die Märkte im Ausland zugerechnet um 9,4 Prozent. Auch das Ergebnis stellt Körber zufrieden: „Das EBIT der Elektronikmärkte im Jahr 2000 stieg um 18,9 Prozent auf 266 Millionen Euro“, sagte Körber, der zudem Anlaufverluste bei der Internationalisierung der Kette in Höhe von 13 Millionen Euro und Aufwendungen für den Bereich E-Commerce in Höhe von weiteren vier Millionen Euro geltend machte.

Bereinigt um diese Belastungen erzielte die Gruppe beim EBIT einen Zuwachs von 26 Prozent. Zum Jahreswechsel zählten 314 Märkte in neun Ländern zu Media-Saturn; 220 davon in Deutschland. Im ersten Quartal 2001 kamen fünf weitere Märkte dazu. Zum Ergebnis der Vertriebslinie in diesem Zeitraum meinte Körber: „Der deutsche Elektronikmarkt konsolidiert sich zusehends. Media-Saturn konnte trotz eines leichten flächenbereinigten Umsatzrückgangs von 0,6 Prozent die hohe Vergleichsbasis des Vorjahrs nahezu erreichen und signifikant weitere Marktanteile gewinnen.“

Zudem erwartet Körber für das laufende Geschäftsjahr bei Media-Saturn eine Beeinträchtigung des Wachstums auf Grund der „organischen Expansion“. Die Marken MediaMarkt und Saturn haben nach Konzernangaben im Jahr 2000 in Europa den Abstand zu den Wettbewerbern deutlich vergrößert, unter anderem durch die Werbepräsenz. Die von beiden Vertriebslinien stark beworbene Sparte Tonträger wird in den Bilanzen allerdings weiterhin nicht ausgewiesen.