Dussmann – das KulturKaufhaus wuchs im Jahr 2000 um 24 Prozent“, erklärte Martina Tittel, Geschäftsführerin des KulturKaufhauses: „Mit der Umsatzsteigerung von 30,5 auf 37 Millionen Mark sind wir sehr zufrieden – vor allem im Branchenvergleich.“
Nach Angaben von Tittel, die die Leitung des Geschäfts im Juli 2000 als Nachfolgerin von Hartwig Schulte-Loh übernahm, steigerte das KulturKaufhaus seine Umsätze auch im Bereich Tonträger deutlich: „Unser Medienkaufhaus an der Berliner Friedrichstraße konnte im Buchbereich am stärksten zulegen, aber auch bei Tonträgern haben wir das Jahr mit einem zweistelligen Umsatzplus abgeschlossen.“
Dazu beigetragen hätten unter anderem die langen Öffnungszeiten, montags bis samstags von zehn bis 22 Uhr. Außerdem hätten sich die monatlich rund zehn Veranstaltungen mit „hochkarätigen Gästen aus allen Feldern der Kultur als ausgezeichnetes Marketinginstrument erwiesen“, wie die Dussmann-Gruppe im Rahmen der Bilanzpressekonferenz ausführte.
Diese Angebote seien laut Tittel „zusammen mit der allgemeinen Belebung der Friedrichstraße Grundlagen unseren Erfolgs. So ist es zu erklären, dass das im Oktober 1997 eröffnete KulturKaufhaus bereits zwei Jahre später schwarze Zahlen schrieb und sich weiterhin positiv entwickelt.“
Obwohl das KulturKaufhaus ein Umsatzplus verzeichnet, will die Dussmann-Gruppe, deren Hauptgeschäftsfeld im Dienstleistungsbereich bei Gebäudereinigung und Catering liegt, keine weiteren Medienkaufhäuser eröffnen.
Nachdem zu Beginn des vergangenen Jahres Expansionspläne für Filialen in München und Wien ins Stocken gerieten, führten nun zahlreiche Gründe zum Umdenken: Dussmann nannte unter anderem die „Unsicherheit über die Zukunft der Medien Buch und CD, im Verhältnis zu Dienstleistungen geringe Erträge, Mangel an bezahlbaren großen Flächen in Eins-A-Lagen“ sowie die Fokussierung auf das Kerngeschäft.





