Der Kopf ist voll, der Magen leer. So sitzt der Liederschreiber, der seiner Berufung gefolgt ist, vor seinem weißen Blatt Papier und grübelt. „Soll ich oder soll ich nicht?“, fragt er sich. „Wenn ich es tue, für wen? Und wenn ich es getan habe, für was?“ Während er so dasitzt, fließen seine Gedanken wehmutschwanger in die Zeit zurück, in der man ihn noch nicht als Teil der Wertschöpfungskette in der Musikwirtschaft bezeichnete. Eine Zeit, in der unser armer Poet mit Herz und Seele Worte zu Sätzen und Verse zu Refrains fügte. Mit Hingabe und Können die Töne setzte. In einem Tonstudio, mit „echten“ Musikern, die Geburt seines Werkes erleben konnte. Durch gute Kontakte zu Verlegern, Künstlern und „Schallplatten“-Firmen konnte man für eine Veröffentlichung sorgen, die in Form eines Tonträgers in die Freiheit der Medienwelt geschickt wurde.
Zwischenruf von Burkhard Brozat: Lieder schreiben für die Katz?
Nach wie vor schaffen Komponisten und Textdichter als Urheber den Content für die Wertschöpfungskette. Kommen sie im Konflikt zwischen alten und neuen Geschäftsmodellen unter die Räder? Liederschreiber und Produzent Burkhard Brozat macht sich darüber seine Gedanken.






