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Zweiter Live-Gipfel auf der Midem um die Hälfte gekürzt

Bei der zweiten Ausgabe des Live Music Network auf der Midem markierten die Keynote Speeches der Branchenveteranen Harvey Goldsmith und Kevin Wall Höhepunkte. Die Messemacher hatten die Länge der Veranstaltung jedoch von einem ganzen Tag im Vorjahr auf einen halben Tag reduziert.

Bei der zweiten Ausgabe des Live Music Network auf der Midem markierten die Keynote Speeches der Branchenveteranen Harvey Goldsmith und Kevin Wall Höhepunkte. Die Messemacher hatten die Länge der Veranstaltung jedoch von einem ganzen im Vorjahr auf einen halben Tag reduziert. Auch waren nicht immer alle Plätze im Konferenzraum, dem Auditorium Estrel im Palais Des Festivals, besetzt.

In seiner Rede wetterte Harvey Goldsmith von der gleichnamigen Firma vor allem gegen Ticketauktionen, wie sie etwa Ticketmaster in den USA verstarkt anbietet. „Es ist eine Schande und absolut lächerlich, wenn jetzt – wie angeblich geplant – eine Top-Band die Karten ihrer Tournee zu 100 Prozent über Ticketauktionen verkaufen will. Es kann nicht sein, dass nur die diejenigen Karten kaufen konnen, die am meisten Geld haben.“ Und auch Kevin Wall, mitverantwortlich für die Umsetzung von Live 8, warnte: „Die Veranstalter, die sich am lautesten uber zu hohe Gagenforderungen beklagen, sind doch diejenigen, die sich mit zu hohen Ticketpreisen die Taschen füllen. Goldsmith bilanzierte: „Wir müssen uns an unsere Kunden erinnern und wir müssen uns um Qualitat kümmern.“

Eine weitere Runde, an der auch Michael Bisping (A.S.S. Concert & Promotion) teilnahm, beschäftigte sich mit den internationalen Strategien im Live-Geschäft. So bezweifelte Bisping, dass man fur einen weltweit erfolgreichen Act einen Agenten brauche. Ein abschliessendes Panel suchte nach Lösungen und Hilfen, die es für Bands einfacher machen, in auswärtigen Territorien zu spielen.