Das ist ein gefundenes Fressen für all jene Kritiker, die Microsofts Antwort auf Apples Downloaderfolge nichts zutrauen: Der mit viel Medienrummel gestartete Zune ist nur nicht inkompatibel mit dem bisherigen Windows-Download-Standard PlaysForSure – auch das neue Microsoft-Betriebssystem Vista kann mit dem vermeintlichen iPod-Killer nichts anfangen.
„Windows Vista wird derzeit nicht unterstützt“, heißt es auf der Zune-Website. Der Nutzer möge sich doch bald wegen der nötigen Updates melden, so die Botschaft. Damit macht sich der Softwareriese nach den eher unbefriedigenden ersten Tests des Players auch noch zum Gespött.
Vista sei die wichtigste Produktentwicklung von Microsoft seit der Einführung von Windows 95, hatte Konzernchef Bill Gates unlängst erklärt. Auch die Ansprüche an die Zune-Plattform waren klar: Microsoft will zunächst zur klaren Nummer zwei hinter Apple aufsteigen und sieht Chancen, die iPod-Macher zu entthronen.
Zwei wichtige Produkte aus Redmond also. Nur: Sie harmonieren nicht miteinander. Im Januar, wenn die Vista-Versionen für Privatkunden auf den Markt kommen, soll das Problem gelöst sein, ließ ein Microsoft-Sprecher wissen. In zwei Wochen werden allerdings die ersten Vista-Pakete für Geschäftskunden ausgeliefert.
Ein kleines Erfolgserlebnis konnte Microsoft dennoch verbuchen: Das britische Musikmagazin „NME“ wird exklusive redaktionelle Inhalte für den Zune Marketplace liefern.





