BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz hat erste Details der Zomba-Integration in den BMG-Konzern fixiert. Nach US-Medienberichten sollen dabei 350 der weltweit rund 2000 Zomba-Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Die ersten Entlassungen soll es bereits am 27. März gegeben haben, weitere sollen heute folgen. Dabei will Schmidt-Holtz anscheinend mit Ausnahme von Großbritannien 18 nationale Zomba-Kreativbüros außerhalb der USA in die weltweiten BMG-Strukturen eingliedern. Davon dürfte auch die Kölner Zomba-Niederlassung betroffen sein. Außerdem will Schmidt-Holtz vor allem in den Bereichen Backoffice, Business Affairs und IT Doppelbesetzungen vermeiden. Gleichzeitig soll Zomba aber seine Eigenständigkeit im Verlagsgeschäft behalten, und auch die Vertriebsabteilungen in Deutschland, Benelux und UK sollen erhalten bleiben. Unklar bleibt bislang, ob Zomba Distribution in Herne vor einem Management-Buyout steht: Dieser Schritt würde sich anbieten, da die deutschen Zomba-Macher Kurt Thielen und Heino Drecker nach Informationen von musikwoche.de über eine Beteiligung in Höhe von jeweils zehn Prozent an dem Unternehmen verfügen. Im Top-Management übernimmt Jive-President Barry Weiss zusätzlich die Präsidentschaft für das UK-Geschäft, das weiterhin von Managing Director Steve Jenkins geleitet werden soll. In einem Memo an seine Mitarbeiter erklärte Schmidt-Holtz: „Wir sind zuversichtlich, dass unser Plan der beste Weg ist, um den Erfolg der Label- und Verlagsgeschäfte Zombas weiterzuführen“. Der Erhalt der einzigartigen Zomba-Kultur habe Priorität.
Zomba-Integration soll 350 Jobs kosten
BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz hat erste Details der Zomba-Integration in den BMG-Konzern fixiert. Den Zomba-Abteilungen in Köln und Herne stehen demnach unterschiedliche Wege in die Zukunft bevor.






