Die japanische Plattenfirma Columbia Music Entertainment (CME), die einst unter dem Namen Nippon Columbia firmierte und nichts mit Sony Music zu tun hat, hat im letzten Geschäftsjahr, das mit dem 31. März endete, einen Verlust von 2,1 Mrd. Yen (14,6 Mio. Euro) gemacht. Im Jahr davor konnte CME noch einen Gewinn von 157 Mio. Yen (1,1 Mio. Euro) ausweisen.
Als Ursachen für das negative Ergebnis gibt Chairman Strauss Zelnick, der bis November 2000 als CEO bei BMG tätig war, vor allem die einmaligen Sonderkosten zum Umbau der CME an. Der Verkauf der Presswerke in Japan und USA habe ebenso zur roten Bilanz beigetragen wie der Umzug der Firmenzentrale oder die Auflösung von Lagerbeständen. Der Jahresumsatz der CME belief sich auf 28,9 Mrd. Yen (200,3 Mio. Euro) – 11,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Schrumpfkur des Unternehmens sei nun abgeschlossen, erklärte Zelnick.
CME werde sich künftig auf sein Kerngeschäft konzentrieren können: die Erzeugung von Musik- und Entertainmentinhalten sowie deren Vermarktung und Vertrieb. Für das laufende Jahr verspricht Zelnick wieder Gewinne. Bei Umsätzen von 28 Mrd. Yen (194 Mio. Euro) soll CME bis zum 31. März 2007 Gewinne von rund 175 Mio. Yen (1,2 Mio. Euro) machen.





