Recorded & Publishing

Zelnick verkauft Time-Life an Reader’s Digest

Der Urvater der Musikdirektvermarktung hat neue Besitzer. Die Firma Time-Life wurde an die Investorengruppe Ripplewood Holdings verkauft, die sich zuvor auch die Reader’s Digest Association gesichert hatte.

Der Urvater der Musikdirektvermarktung hat neue Besitzer. Die 1961 gegründete Firma Time-Life wurde nun an die Investorengruppe Ripplewood Holdings verkauft, die sich zuvor auch die Reader’s Digest Association gesichert hatte. Damit schwillt das Konto des einstigen BMG-Chefs Strauss Zelnick um gut 90 Millionen Dollar an.

Zelnick war seit 2003 über seine Firma ZelnickMedia und deren Tochter Direct Holdings Chairman & CEO von Time-Life, nachdem der Vorbesitzer Time Warner sein Direktvermarktungsgeschäft abgestoßen hatte. Zelnick erhielt den Zuschlag für Time-Life damals in einem bargeldlosen Deal, der eine Bezahlung der Firma in Form von Gewinnanteilen und Lizenzgebühren vorsah. Time Warner verlor seinerzeit Geld mit Time-Life und war froh, die Division verkaufen zu können.

14 Millionen Dollar Verlust fuhr Time-Life im Jahr 2003 mit dem Verkauf von CDs, DVDs und Büchern ein, unter Zelnicks Führung schrieb der Direktvermarkter im vergangenen Jahr wieder schwarze Zahlen. Nun legte Ripplewood Holdings 91,8 Millionen Dollar auf den Tisch, um Time-Life und Reader’s Digest unter ein Dach zu bringen. Für Reader’s Digest bezahlte Ripplewood allerdings 2,4 Milliarden Dollar.

Zelnick war zwischen 1994 und 2000 für BMG Entertainment tätig, zuletzt als President & CEO. Davor war er vier Jahre lang President & COO von 20th Century Fox. Seine Firma ZelnickMedia betreibt unter anderem die japanische Plattenfirma Columbia Music Entertainment.

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