Recorded & Publishing

Zehn Jahre Putumayo: Anregende Ausflüge in exotische Gefilde

Vor zehn Jahren hob Dan Storper sein Label Putumayo aus der Taufe. Es war der Anfang einer einzigartigen Erfolgsgeschichte. Nicht nur in den USA sorgten die kunterbunten Weltmusik-Compilations für Umsätze.

Seit 1998 verkaufte allein der deutsche Lizenzpartner Exil Music im Vertrieb von Indigo rund 300.000 Exemplare der fast einhundert Themenalben von Putumayo. Der Erfolg der Sampler beruht auf der Verbindung von Musik und Geographie: Putumayo schickt den Hörer auf einen unterhaltsamen Tripp durch tropische Länder und Kontinente. Zudem machen Nicola Heindls handgemalte Cover die CDs unverwechselbar. Die im naiv-folkloristischen Stil gehaltenen Impressionen treffen auch den Nerv vieler Kunden, die nicht unbedingt nach Musik suchen: „Die Philosophie von Putumayo beruht darauf, die CDs nicht nur im Tonträgerhandel anzubieten“, erläutert Friedemann Josch, Geschäftsführer von Exil. „Etwa 60 Prozent des Umsatzes gehen auf das Konto von alternativen Läden wie Buchhandel und Eine-Welt-Shops.“

Aus genau dieser Szene ging Putumayo auch hervor: 1975 eröffnete Labelgründer Dan Storper in Manhattan seinen ersten Shop mit Kunsthandwerk aus Lateinamerika. Erst 1993 begann er, geeignete Musik zur Beschallung der Ladenkette zu sammeln. Weil das Repertoire neben Liebe und Leidenschaft zur Musik auch kulturelle Kompetenz verrät, die sich in ausführlichen Linernotes niederschlägt, fanden die Compilations selbst bei Experten Anerkennung. Diese Erfolgsstory generiert mit globalen Klängen Millionenumsätze. Die Doppel-CD-Retrospektive „Putumayo’s 10th Anniversary Collection“ führt den Hörer in 24 Tracks auf die Reise durch den Backkatalog des Labels.