Recorded & Publishing

Zahnärzte sollen für Bohrmusik zahlen

Kanadische Zahnärzte sollen künftig Urheberabgaben zahlen, wenn sie in ihrer Praxis Musik zur Beruhigung der Patienten einsetzen.

Kanadische Zahnärzte sollen künftig Urheberabgaben zahlen, wenn sie in ihrer Praxis Musik zur Beruhigung der Patienten einsetzen. Das findet zumindest die kanadische Autorenvereinigung Socan. Sie fordert von den Zahnärzten eine Gebühr von mindestens 100 Dollar im Jahr. „Wenn die Musik in der Öffentlichkeit gespielt wird, dann verdienen es die Musiker, dafür abgegolten zu werden“, erklärte ein Socan-Sprecher den dentalen Vorstoß. Dies sei „bloße Geldscheffelei“ konterte die Ärztin Kerstin Conn gegenüber dem kanadischen Rundfunk. „Wir haben für die CD bezahlt und benutzen sie um sie zu hören. Und die halbe Zeit hören meine Patienten die Musik gar nicht“. Ein von dem Radiosender hinzugezogener Rechtsexperte erklärte, der Fall bewege sich in einem rechtlichen Graubereich.