Recorded & Publishing

Zahlen und Analysen zur Jahresbilanz des Phonoverbands

Auch wenn die am 26. Februar veröffentlichten Zahlen des Bundesverbands der Phonographischen Wirtschaft wie erwartet ernüchternd ausfielen, so gibt doch eine genaue Analyse der Daten zumindest in Teilbereichen Grund zur Hoffnung.

Waren es im Jahr 2001 noch die Kinderprodukte, die sich mit einem Umsatzplus vehement gegen den Abwärtstrend gestemmt hatten, so konnten die Kids-Themen anno 2002 ihr Absatzniveau halten; aber beim Umsatz erwischte es nun auch das Vorzeige-Repertoiresegment. Mit einem blauen Auge davon gekommen sind auch die Bereiche Pop und Rock, jedoch: Bei einem Umsatzanteil von rund 60 Prozent fallen selbst einstellige Einbußen stark ins Gewicht. Zulegen konnte 2002 nur das Genre Jazz, das seinen Umsatz um immerhin 14,7 Prozent mehrte. Bei einem Anteil von 1,8 Prozent am Gesamtmarkt bleibt das allerdings ein Tropfen auf dem heißen Stein. Auch der Bereich Sonstige verbesserte sich. Am schlimmsten erwischte es die Segmente Dance, Schlager und Volksmusik. Das Umsatzminus dieser Genres zeigt deutlich, wo die Plattenfirmen ihre Hausaufgaben machen müssen. Im Vorgriff auf die neue Studie zum Thema „CD-Brennen in Deutschland“, die die IFPI im April veröffentlichen wird, zeigen die GfK-Daten, dass die Anzahl der mit Musik bespielten CD-Rohlinge auch 2002 weiter stieg – trotz des verstärkten Einsatzes von Kopierschutz. Auch gegen den Vorwurf, CDs seien zu teuer, verwehrt sich der Verband: Real wurde Musik in den letzten Jahren sogar billiger. Das geht aus Zahlen des statistischen Bundesamts hervor.