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Zahl der Fachbesucher auf der Popkomm. sank deutlich

Statt 14.533 Fachbesuchern kamen dieses Jahr nur noch 10.247 professionelle Teilnehmer zur Popkomm. Viva Media Enterprises rechnet jedoch die Gäste der Popkomm.Public mit in die Bilanz und ist zufrieden.

Statt 14.533 Fachbesuchern kamen dieses Jahr nur noch 10.247 professionelle Teilnehmer zur Popkomm. Weil die veranstaltende Viva Media Enterprises jedoch die Zahlen des neuen Popkomm.Public-Bereiches mitzählt und auf diese Weise auf 14.571 Besucher kommt, zieht der Konzern eine „positive Bilanz“. Dies bekräftigt auch Kerstin Karpinski, Geschäftsführerin Viva Media Enterprises: „Gemeinsam mit der Musikindustrie haben wir auf der Popkomm. positive Impulse gesetzt. Die vergangenen Tage in Köln mit einem vollen Ringfest, einer mit 16.000 Fans ausverkauften KölnArena zur Comet-Verleihung und stabilen 14.572 Besuchern zur Popkomm. haben deutlich gezeigt, dass sich das Thema Musik weiterhin größter Beliebtheit erfreut.“ Dabei findet Karpinski, dass sich die Öffnung der Messe für die Öffentlichkeit bewährt habe, weil die Popkomm. damit den Rückgang an Fachbesuchern kompensieren konnte: „Wir haben mit diesem ersten konzeptionellen Schritt hin zum direkten Einbezug des Konsumenten ein richtungsweisendes Zeichen für die Zukunft gesetzt.“ Laut Brancheninformationen soll die Popkomm.Public jedoch bereits im nächsten Jahr in Berlin mit der Jugendmesse Y.O.U. zusammengehen. Vor Ort waren die Reaktionen auf die Popkomm.Public gemischt. So beschwerten sich einige Labels, dass anstelle der versprochenen 3000 Zuschauer bei den Konzerten im Public-Bereich eher nur 30 bis 300 Fans zugeschaut hätten. Und auch unter den Jugendlichen, die als Zielgruppe der Popkomm.Public angesprochen worden war, regte sich Protest: Am Donnerstag wollte eine Gruppe junger Messebesucher ihr Geld zurück, weil sie sich „betrogen“ fühlten.

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