Das Videosharing-Portal YouTube will künftig nicht mehr nur als Plattform für private Homevideos auftreten. Das Unternehmen diskutiert derzeit mit allen vier großen Plattenfirmen Pläne, die eine Integration von kommerziellen Musikvideos in YouTube erlauben. Obwohl man sich mit den Labels noch auf ein konkretes Geschäftsmodell einigen muss, soll das Angebot für den Nutzer auf jeden Fall kostenfrei sein. Damit tritt YouTube in direkte Konkurrenz zu Portalen wie Yahoo oder MySpace, die gestreamte Musikvideos verfügbar machen.
In spätestens 18 Monaten wolle man sämtliche bisher produzierten Musikvideos über die Webplattform verfügbar machen, verkündete YouTube-Mitbegründer Steve Chen gegenüber „Reuters“ die Zielvorgabe. Warner Music und EMI haben die Verhandlungen mit YouTube bereits bestätigt. Sollte eine Einigung zustande kommen, wäre auch gleich ein anhaltendes Problem aus der Welt geschafft: Allzu oft stellen die Mitglieder von Webgemeinden wie YouTube unerlaubt urheberrechtlich geschütztes Material mit ihren Profilen ins Netz und bringen die Betreiber somit in Konflikt mit den Rechteinhabern.





