Der Konsolidierungsprozess im Download-Geschäft beginnt. Der Portalbetreiber Yahoo! will künftig in der gleichen Liga wie die führenden Musikshops Napster, Connect, Rhapsody und iTunes Music Store spielen. Die Übernahme von Musicmatch für 160 Mio. Dollar (130 Mio. Euro) soll Yahoo! auf Augenhöhe mit der Konkurrenz bringen. Damit erwirbt Yahoo! drei relevante Aktivposten von Musicmatch: Den Music Store, in dem einer von 700.000 Titeln 99 Cents und das Streaming-Abo mit einem Katalog von 900.000 Songs acht Dollar kostet. Die Jukebox Software, die ähnlich wie iTunes oder Windows Media das Abspielen, Downloaden, Organisieren und Brennen von Musik am Computer ermöglicht. Und schließlich ein Radio Network mit über 200 verschiedenen Kanälen. Musicmatch übergibt nun rund 225.000 Abonnenten an Yahoo!. Laut Dave Goldberg, dem General Manager der Yahoo! Music Division, werde die Übernahme das bestehende Musikangebot ergänzen. „Wir wollen ein Majorplayer im digitalen Musikgeschäft werden“, ließ CEO Terry Semel wissen und kündigte zugleich an, dass dies „eine von mehreren Produktinnovationen“ ist, mit denen Yahoo! in den nächsten Monaten zu den Mitbewerbern aufschließen will. Das Abo- und Download-Geschäft wird für Yahoo! mittelfristig zwar kein direkter Umsatztreiber sein, aber das Unternehmen rechnet fest mit steigenden Werbeerlösen. Durch die wachsende Attraktivität des Musikangebots auf den Portalseiten, soll die Musik-affine Kundschaft von Yahoo! von derzeit 12,9 Mio. auf künftig 23 Mio. monatlich nahezu verdoppelt werden. Das locke verstärkt Werbekunden an. Musicmatch mit Sitz in San Diego wurde 1997 gegründet und beschäftigt rund 170 Mitarbeiter, deren Verbleib noch nicht geklärt ist.
Yahoo! schluckt Musicmatch
Der Portalbetreiber Yahoo! will künftig in der gleichen Liga wie die führenden Musikshops spielen. Die Übernahme von Musicmatch für 160 Mio. Dollar soll Yahoo! auf Augenhöhe mit der Konkurrenz bringen.





