Er betreibt mit Yahoo! Music Unlimited zwar seinen eigenen Onlineshop, doch Dave Goldberg hält das Geschäftsmodell Downloadverkauf für gescheitert. Der Musikchef des Webportals hofft künftig auf tragfähigere Konzepte für die digitale Musikvermarktung. Im Rahmen der Kongressveranstaltung Digital Music Forum West sagte Goldberg in der vergangenen Woche, das Modell des Einzeltrackverkaufs sei erledigt. Der Boom in diesem Segment flache ab.
„Wir haben in der letzten Woche zehn Mio. Titel verkauft. Bei dieser Rate waren wir im Januar auch schon.“ Die jugendliche Zielgruppe falle meist ganz als potenzielle Kundschaft aus, weil viele Downloadshops nur Kreditkarten akzeptieren und zudem weiterhin viele kostenlose und meist illegale Musikangebote verfügbar sind, so Goldberg. Es gebe zwei Kategorien von Downloadkunden: Ältere Musikfans mit genug Zeit und Geld, und jene, die sich ihre Tracks mithilfe von PrePaid-Geschenkkarten besorgen. „Wir haben es noch immer nicht geschafft, den Kids einen leichten Weg zu Bezahlangeboten zu eröffnen“, kritisierte der Vice President & General Manager Music von Yahoo!.
Subskriptionsdienste seien zwar in absehbarer Zeit ein interessantes Konzept, doch bei dieser Form des Musikverkaufs müssten alle Händler noch einiges an Aufklärungsarbeit bei der potenziellen Kundschaft leisten. Unterstützung erhielt Goldberg beim Digital Music Forum von Thomas Hesse, bei Sony BMG als President der Abteilung Global Digital Business tätig, der berichtete, dass erst sechs Prozent der Amerikaner Downloads aus legalen Quellen beziehen.






