Das Billigangebot zur Einführung des Downloadabonnements Yahoo! Music Unlimited ist nach Ansicht von Branchenexperten auf Dauer nicht rentabel. Demnach werde Yahoo! nach Erreichen einer kritischen Kundenmasse seine Preise erhöhen müssen. Amanda Marks, Executive Vice President von Universal Musics Digitalabteilung eLabs, verriet der „Business Week“, dass eine Preiserhöhung zum Erreichen von schwarzen Zahlen unumgänglich sei. Zudem haben offenbar einige Plattenfirmen Bedenken, dass eine Monatsgebühr von sieben Dollar und ein Jahresabo für knapp 60 Dollar bei den Kunden einen bleibenden, aber nicht gewollten Eindruck hinterlassen könnten. „Die Labels sind bei einer möglichen Entwertung von Musik sehr empfindlich“, erklärte Richard Wolpert, Chief Strategy Officer bei RealNetworks, dessen Firma für ein Downloadabo zwischen zehn und 15 Dollar pro Monat verlangt.
In der Tat scheint Yahoo! sein neues Angebot als reines Zuschussgeschäft in den Markt drücken zu wollen. In der Regel erhalten die Rechteinhaber von Subskriptionsdiensten pro Abonnent rund sechs Dollar monatlich als Lizenzvergütung. Bei tragbaren Abos sind es sogar acht Dollar. Allerdings habe Yahoo! laut „Business Week“ gegenüber anderen Anbietern den Vorteil, bereits über 176 Mio. registrierte Nutzer zu verfügen, wodurch die Akquise von Abonnenten wesentlich billiger sei. David Goldberg, Vice President & General Manager Yahoo! Music, wollte sich indes noch nicht zu möglichen Preiserhöhungen äußern, schloss diese aber nicht aus. In der Zwischenzeit bereitet Microsoft ein ähnliches Angebot vor. Der Softwareriese warte nur noch auf den richtigen Moment zum Markteinstieg. „Wenn wir uns in diesen Bereich wagen, werden Sie ein ähnliches Angebot wie das von Yahoo! sehen“, sagte Rob Bennett, Senior Director von MSN Entertainment.





