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Wird Apple zum virtuellen Netzbetreiber?

Weil Apple und Motorola Schwierigkeiten haben, ihre gemeinsam entwickelten iTunes-Handys Mobilfunkprovidern schmackhaft zu machen, erwarten Beobachter eine Überraschung: Apple könnte als virtueller Netzbetreiber eine eigene Mobilfunkfirma gründen und danach Handys, iPods, Downloads und Minutenpakete gemeinsam vermarkten.

Weil Apple und Motorola Schwierigkeiten haben, ihre gemeinsam entwickelten iTunes-Handys Mobilfunkprovidern schmackhaft zu machen, erwarten Beobachter eine Überraschung: Der Computer- und iPod-Hersteller könnte als virtueller Netzbetreiber eine eigene Mobilfunkfirma gründen und danach Handys, iPods, Downloads und Minutenpakete gemeinsam vermarkten. Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ schreibt, diese Entwicklung könnte schon bis Herbst Ergebnisse bringen. Statt sich weiter mit den Netzbetreibern über die Konditionen und Funktionalitäten des iTunes-Handys zu streiten, sei es für Apple wesentlich verlockender, eine eigene Mobilfunkmarke zu etablieren, urteilt Marktforscher Rob Enderle.

Firmen wie die Virgin Group, Disney oder ESPN hätten es auf dem US-Markt vorgemacht, wie man als virtueller Netzbetreiber Erfolg hat. Nach diesem Konzept würde Apple keine neuen Funkmasten aufstellen, sondern bei den großen Providern Netzwerkkapazitäten einkaufen und diese selbst vermarkten. Damit könnten die Kalifornier interessierten Kunden ein Angebot aus einem Guss anbieten: iTunes-Handy, Handyvertrag, mobile und stationäre Downloads. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt solcher Spekulationen berichten verschiedene Websites, dass Apple und Motorola im August die Ergebnisse ihrer Arbeit im Rahmen des V Festivals in Großbritannien vorstellen wollen.

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