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Wintrup-Chef rügt GEMA

Der Geschäftsführer der Wintrup Musikverlage, Walter Holzbaur, hat das Abrechnungssystem sowie die Höhe der Verwaltungsgebühren der GEMA kritisiert. Viele deutsche Musiker stimmen in den Chor der Unzufriedenen mit ein.

Der Geschäftsführer der Wintrup Musikverlage, Walter Holzbaur, hat das Abrechnungssystem sowie die Höhe der Verwaltungsgebühren der GEMA kritisiert. Viele deutsche Musiker stimmen in den Chor der Unzufriedenen mit ein.

„Die Künstler generieren hohe Einnahmen, profitieren davon aber nicht“, sagte Holzbauer in der „Financial Times Deutschland“. „Wir wollen, dass das System überschaubarer wird.“ Neben Holzbaur, der unter anderem die Formation Wir sind Helden vertritt, sollen sich mehr als ein Dutzend namhafte deutsche Künstler für ein einfacheres Abrechnungssystem ausgesprochen haben, darunter Rammstein, Xavier Naidoo, Silbermond, Die Ärzte oder Die Toten Hosen.

Bei etwa 100 Konzerten, die ein Künstler in einem Jahr in Hallen mit größerer Kapazität spiele, komme in etwa eine Summe von 250.000 Euro an GEMA-Gebühren zusammen, erklärt Holzbaur. Davon verblieben mindestens 32 Prozent bei der Verwertungsgesellschaft, bevor es zur Ausschüttung komme. Dies sei im europäischen Vergleich ein hoher Wert. Zwar haben sich Verleger und GEMA auf der Mitgliederversammlung der Verwertungsgesellschaft vor Kurzem auf eine neue Berechnungsformel geeinigt, der zufolge dieser Satz künftig sinke. Im Hinblick auf ein einfacheres System sei dies aber ein Rückschritt, so Holzbaur.

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