Eigenvermarktung über die Plattformen des Web 2.0 ist oft schwerer, als viele vermuten. Millionen „Freundeskontakte“ in Diensten wie MySpace schlagen sich nur selten in signifikantem kommerziellem Erfolg nieder. Bestes Beispiel dafür ist Tila Tequila, die trotz ihrer beinahe zwei Millionen MySpace-Freunde nur ein paar Tausend Downloads ihrer ersten Single verkaufen konnte.
Dennoch gehört die Selbstdarstellung auf den diversen Community-Portalen für viele Musiker heute zum kleinen Einmaleins der Promotion. Dass dabei erst ab einer bestimmten kritischen Masse von Web-Resonanz die Sensoren von A&Rs und Vermarktern ausschlagen, ist für viele hoffnungsvolle Talente die Hürde, die es zu überspringen gilt. Aber immerhin kann man sich inzwischen beim Finden seiner „Freunde“ helfen lassen. Dass das meist nichts mit einer gewachsenen realen Fangemeinde zu tun hat, stellt den Erneuerungsanspruch des Web 2.0 mitunter in Frage.
Die Firma MySocialMarketing.com zum Beispiel schaufelt MySpace-Profilen Besucher in Massen zu. 10.000 Seitenbesucher, die auch einen bei MySpace geposteten Song anhören, sind schon ab 299 Dollar zu haben. Wie viele davon letztlich auch zu „Freunden“ werden, liegt an der Attraktivität des jeweiligen Profils. Es sei inzwischen bekannt, dass sich kein Majorlabel für eine MySpace-Band interessiert, die nicht mindestens 25.000 Profile Views vorweisen kann, behaupten die Macher von MySocialMarketing.com und helfen dabei, diese lächerliche „Formalität“ aus dem Weg zu räumen. 100.000 Profilbesucher innerhalb von 30 Tagen kosten 1499 Dollar.






