Einer der größten Buyout-Deals der US-Wirtschaftsgeschichte droht zu platzen. Aus Furcht, die Übernahme von Clear Channel Communications (CCC) könnte am Widerstand von großen Einzelaktionären scheitern, hat der texanische Medienkonzern seine Urabstimmung über den geplanten Verkauf an ein Investorenkonsortium nun vertagt.
Statt am 21. März sollen die Anteilseigner erst am 19. April darüber entscheiden, ob die Private-Equity-Firmen Bain Capital und Thomas H. Lee Partners CCC für 37,60 Dollar je Aktie zuzüglich Schulden von der Börse wegkaufen dürfen. Dieser Schritt soll helfen, neuen Aktionären – und vor allem solchen, die den Buy-out befürworten – ein Stimmrecht zu geben. Bislang deuten nämlich alle Anzeichen darauf, dass es unter den CCC-Investoren keine Mehrheit für den Verkauf gibt.
Vor allem der langjährige Großinvestor Fidelity hat sich vehement gegen den Deal ausgesprochen, weil die Aktionäre dabei zu billig abgespeist würden. Bain Capital und Thomas H. Lee hatten im November 2006 den Zuschlag erhalten, nun müssen mindestens zwei Drittel der Anteilseigner dem Geschäft ihren Segen geben. Viele davon erwarten offenbar, dass das Angebot aufgebessert wird. Der vereinbarte Preis lag um 25 Prozent höher als der Durchschnittskurs in den 30 Tagen vor dem Verkauf. Am 13. März schloss CCC mit 34,75 Dollar.





