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Westlife schafft Platz eins ohne Napster und iTunes

Einen Tag nach Veröffentlichung der ersten offiziellen britischen Download-Charts kommt Verwirrung auf: Die Nummer eins, Westlifes „Flying Without Wings“, findet sich nicht in den Top Ten von Napster oder iTunes Music Store, den erfolgreichsten Shops in UK. Für den Verkaufserfolg ist eine bislang wenig in Erscheinung getretene Firma verantwortlich.

Einen Tag nach Veröffentlichung der ersten offiziellen britischen Download-Charts kommt Verwirrung auf: Die Nummer eins, Westlifes „Flying Without Wings“, findet sich nicht in den Top Ten von Napster UK oder in der britischen Filiale des iTunes Music Store, den erfolgreichsten Download-Shops im Königreich. Für Beobachter schien deshalb zunächst unerklärlich, wie der Westlife-Song an die Spitze der Hitliste gelangen konnte. Für den Verkaufserfolg ist offenbar eine bislang wenig in Erscheinung getretene Firma verantwortlich. 7 Digital Media, ein digitaler Vertriebsdienstleister, der im Auftrag aller vier Majors, diverser Indies und verschiedener mobiler Content-Anbieter arbeitet, behauptet, 90 Prozent aller Westlife-Verkäufe im Erhebungszeitraum abgewickelt zu haben. Die meisten Downloads tätigten Fans der irischen Boyband auf der Westlife-Website, die von 7 Digital Media beliefert wird. Auch Platz zwei der Download-Charts geht aufs Konto der Firma. „Blazin‘ Day“ von Blazin‘ Squad konnte ausschließlich über den proprietären Player von 7 Digital Media bezogen werden. Das Londoner Unternehmen betreibt z.B. die Shops auf den Websites von Island Records, Queen, War Child Music oder des Glastonbury Festivals. In der Vergangenheit belieferte 7 Digital Media nach eigenen Angaben über 175 Medienpartner mit Inhalten.

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