Seit einem Jahr berücksichtigen die Offiziellen Deutschen Singlescharts werbefinanzierte Musikstreams und YouTube-Daten, nun fließen werbefinanzierte Streams auch bei der Erstellung der Offiziellen Schweizer Hitparade mit ein. Grundlage für diese Entwicklung sei „eine globale Einigung zwischen YouTube und der Musikindustrie zu den technischen Details“, heißt es von der IFPI Schweiz und GfK Entertainment. Damit ist die Schweiz weltweit der achte Markt, in dem YouTube für die nationalen Charts Berücksichtigung findet. Österreich hatte den Schritt zum Beispiel im Sommer 2022 unternommen, Großbritannien folgte im Dezember 2022.
GfK Entertainment erhebt die Offizielle Schweizer Hitparade im Auftrag der IFPI Schweiz. Neben klassischen Musikverkäufen wie CD, Vinyl oder Download fliesst seit 2014 auch der Musikkonsum via Bezahlstreaming in die Hitparade ein. Nun kommt mit dem werbefinanzierten Musikstreaming ein Segment hinzu, das 2021 rund 10 Prozent zum Gesamtumsatz des Schweizer Musikmarkts beitrug, wie die IFPI Schweiz mitteilt. Mit der neuen Regelung könne man nun „rund 97 Prozent des aktiven Musikkonsums in der Schweiz“ für die Hitparade werten.
„Die Beimischung von YouTube ist für alle Fans der Schweizer Hitparade eine grossartige Nachricht zum Start ins neue Jahr“, erklärt Lorenz Haas, Geschäftsführer IFPI Schweiz: „So wird gewährleistet, dass unsere Hitparade aktuell, umfassend und von höchster Qualität ist und bleibt. Dass die Schweiz schon als weltweit achter Markt für diese Zusammenarbeit gewählt wird, beweist Wertschätzung und unterstreicht die Bedeutung des Musikmarktes unseres Landes.“
Andy Renggli, General Manager Schweiz GfK Entertainment, sagt: „Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Musikpanels in Zusammenarbeit mit den Retailern und IFPI Schweiz führt zu Beginn des Jahres 2023 mit rund 97 Prozent zur höchsten Abdeckung, die wir seit Beginn der Erhebung ausweisen können. Dies ist auch ein Beleg für die grosse Akzeptanz und Wertschätzung gegenüber der Hitparade.“



