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Werbeagentur gründet Entertainmenttochter

Die internationale Werbeagentur TBWA hat die Tochterfirma Stream ins Leben gerufen, die ihren Fokus auf das so genannte Branded Entertainment richten und eigens für Markenartikler produzierte Songs oder Clips auf den Markt bringen soll.

Der US-Trend der Werbebranche, vermehrt auf Musik zu bauen, findet auch in Deutschland Anklang: Die internationale Agenturgruppe TBWA gründete das Unternehmen Stream, das seinen Fokus auf das so genannte Branded Entertainment richten soll. Darunter versteht man die Strategie, Produkte nicht mehr mit TV-Spots zu bewerben, sondern die Marke durch eigens produzierte Filme, Songs und Konzerte bekannt zu machen. „Werbung soll nicht länger als störend empfunden werden, sondern Spaß machen“, erklärte Stream-Chef Michael Kramer gegenüber der „Financial Times Deutschland“.

Zielgruppe der neuen Werbestrategie seien nach Angaben von TBWA gut verdienende Berufstätige, die TV-Werbung eher vermeiden. Branded Entertainment eröffne außerdem durch Vermarktung von CDs und DVDs neue Einnahmequellen. „Die Marke wird Inhaber von Formatrechten und damit Lizenzgeber“, sagte Kramer weiter. Erfolgreiche Beispiele für Branded Entertainment in den USA sind u.a. die Werbedeals von Destiny Childs mit der Fastfoodkette McDonalds oder von Fatboy Slim mit dem Autohersteller Nissan.

In Deutschland entwickelt Stream derzeit ein Konzept für den Markenartikler Beiersdorf und dessen Kosmetikserie Nivea. Die Agentur stellt eine Band zusammen, deren Song noch vor dem Start des TV-Werbespots in den Medien vermarktet werden soll.

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