Recorded & Publishing

Weiter Unklarheit über Fusionspläne von Warner und BMG

Die gesamte Musikbranche wartet darauf, doch noch bewegt sich das Fusionskarussell mit Warner, BMG und EMI nicht weiter. Zumindest nicht sichtbar. Angeblich müssen sich Warner und BMG „nur“ noch über das Kräfteverhältnis einigen.

Die gesamte Musikbranche wartet darauf, doch noch bewegt sich das Fusionskarussell mit Warner Music, BMG und EMI nicht weiter. Zumindest nicht sichtbar. Dennoch glauben nur noch wenige, dass EMI in den Verhandlungeneine Rolle spielt. Die „USA Today“ spricht sogar von exklusiven Verhandlungen zwischen Bertelsmann und AOL Time Warner. Bis zum Ende des Sommers soll alles klar sein, heißt es im US-Blatt. Angeblich müssen sich Warner und BMG „nur“ noch über das Kräfteverhältnis einigen. Vereinzelt war bereits erwartet worden, dass die beiden Unternehmen schon am 1. Juli ihre Hochzeitspläne öffentlich machen. Allerdings steht dem Aufgebot die ungeklärte Frage nach der Macht im zusammengeschlossenen Musikmulti im Wege. Wie Reuters berichtet, pocht Warner Music auf seinen größeren Marktanteil und will demzufolge mehr Einfluss. Im Jahr 2002 sicherte sich Warner einen weltweiten Anteil von 11,9 Prozent, BMG kam auf 9,8. Zum Vergleich: Universal ist Marktführer mit 24,6 Prozent. Einigkeit scheint den New Yorker Gerüchten zufolge indes in Personalfragen zu bestehen. So gilt Rolf Schmidt-Holtz (BMG) als designierter Chairman, Roger Ames (Warner) soll das Tagesgeschäft als CEO leiten. Da aber beide Seiten keine Kommentare abgeben, bleibt Beobachtern nur die Spekulation. In New York heißt es: Die Fusion kommt. Nur weiß niemand, wann. Gütersloh-nahe Insider vermuten, dass schon in den nächsten Wochen konkrete Details der Fusion bekannt werden.

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