Recorded & Publishing

Weiss geißelt File-Sharing als „böse Krankheit“

Kulturstaatsministerin Christina Weiss wandte sich im Rahmen eines Berliner Symposiums deutlich gegen die Verbreitung von Raubkopien und illegalen Downloads. Sie bezeichnete das Kopieren als „böse Krankheit“.

Kulturstaatsministerin Christina Weiss wandte sich im Rahmen eines Berliner Symposiums deutlich gegen die Verbreitung von Raubkopien und illegalen Downloads: „Es ist wie eine böse Krankheit, wie sich das illegale Kopieren ausbreitet“, klagte Weiss im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung der Alcatel-SEL-Stiftung zur Zukunft der Informationsgesellschaft am 26. November. „Mich empört, dass hier keinerlei Unrechtsbewusstsein herrscht.“ Abhilfe könne laut Weiss nur mit rechtlichen Mitteln geschaffen werden. Weiss betonte, dass Raubkopien das künstlerische Schaffen massiv bedohen. Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, zeigte sich erfreut, dass diese Tatsache auch im politischen Bereich zunehmend erkannt wird: „Die Staatsministerin hat völlig Recht. Das Problem besteht für sämtliche Branchen, die digitale Inhalte produzieren.“ Die Ministerin, die sich in erster Linie auf die Filmwirtschaft bezog, stellte außerdem die Privatkopie von Filmen in Frage. Noch existenzieller seien die Probleme durch massenhaftes Kopieren allerdings für die Musikwirtschaft, hob Gebhardt hervor. Die Phonoverbände hätten die Rückführung der Privatkopie in ein Exklusivrecht deswegen bereits in die aktuelle Diskussion um die weitere Novellierung des Urheberrechtsgesetzes („zweiter Korb“) eingebracht: „Die Staatsministerin ist auf dem richtigen Weg. Wir fordern die Bundesregierung auf, auch für Musik funktionsfähige Märkte zu schaffen.“

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