Während die Tonträgerverbände weiter energisch alles unternehmen, um P2P-Netzwerke lahm zu legen, entdecken immer mehr Künstler, welche Vorteile der Direktvertrieb haben kann. Einen gewissen Anteil daran haben auch Dienstleister wie Shared Media Licensing (SML). Die Firma mit Sitz in Seattle enkodiert die Songs ihrer Kunden mit einem Digital Rights Management System, das eine so genannte Superdistribution zulässt. Die Software nennt sich Weed und soll dabei helfen, dass sich Musik im Netz wie „Unkraut“ verbreitet. Die Dateien werden demnach entweder auf kostenlosen und kommerziellen Download-Sites oder in P2P-Netzwerken angeboten. Die ersten dreimal kann man die Dateien kostenlos anhören, beim vierten Mal bittet das DRM um Bezahlung der Datei. Nach dem Kauf kann die Datei auf CD gebrannt, auf einen Player übertragen oder wieder in P2P-Netzen angeboten werden. Ein neuer Nutzer wird sie dann wieder dreimal kostenlos anhören können. Bislang bekennen sich noch keine Topstars zu dieser Vertriebsmethode. SML ist jedoch stolz auf individuelle Abkommen mit Künstlern wie Sananda Maitreya, besser bekannt als Terence Trent d’Arby, oder der Rockband Heart. Die Rechteinhaber bestimmen die Preise für die einzelnen Songs selbst und behalten 50 Prozent der Einnahmen. SML/Weed erhält eine Vertriebsmarge von 15 Prozent, die restlichen Einnahmen werden anteilig an die jeweiligen Glieder in der Vertriebskette verteilt. Durch dieses System verdienen P2P-Nutzer am Filesharing, so SML-Chef John Beezer.
Weed macht P2P künstlerfreundlich
Während die Tonträgerverbände weiter energisch alles unternehmen, um P2P-Netzwerke lahm zu legen, entdecken immer mehr Künstler, welche Vorteile der Direktvertrieb haben kann. Einen gewissen Anteil daran haben auch Dienstleister wie Shared Media Licensing, der bereits Abkommen mit u.a. Heart und Sananda Maitreya alias Terence Trent d’Arby geschlossen hat.






