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Spanischer Musikmarkt wächst im ersten Halbjahr

Der spanische Musikmarkt erreichte im ersten Halbjahr 2026, gemessen am Handelsumsäzen (Trade Value), die Marke von 181 Millionen Euro, was einem Anstieg von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Streaming-Abonnements generierten in den ersten sechs Monaten 121 Millionen Euro, während Vinyl mit einem Anstieg von 27,7 Prozent weiterhin starkes Wachstum verzeichnete. Auf Endverbraucherebene (Retail Value) lagen die Umsätze in dem Zeitraum bei 321,6 Millionen Euro. Die vom spanischen Verband PROMUSICAE erhobenen Daten „spiegeln die Stärke eines Sektors wider, der maßgeblich vom digitalen Konsum, insbesondere von Streaming-Abonnements, getrieben wird“, heißt es aus Madrid

Der digitale Markt erwirtschaftete 160,5 Millionen Euro – 10,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025 – und machte damit 88,5Prozent des Gesamtmarktes aus. Streaming bleibt das dominierende Format in diesem Segment: Mit einem Umsatz von 159,6 Millionen Euro lag das Ergebnis um 10,8 Prozent über dem des Vorjahres. Streaming-Abonnements erwiesen sich erneut als Wachstumsmotor der Branche und erreichten einen Umsatz von 121 Millionen Euro, was einem Anstieg von 15,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Das Abo-Modell macht bereits 66,7 Prozent des Gesamtumsatzes mit Tonträgern in Spanien und 75,4 Prozent des digitalen Geschäfts aus. Unterdessen entwickelte sich auch der physische Markt „äußerst positiv“, so der Verband. Im ersten Halbjahr wurde ein Umsatz von 20,9 Millionen Euro erzielt – ein Plus von 20,3 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung bei Vinyl: Das Format gewann weiter an Bedeutung, legte um 27,7 Prozent auf 15,3 Millionen Euro zu und hält mittlerweile einen Anteil von 73 Prozent am physischen Markt. Auch bei CDs zeigte sich eine positive Entwicklung mit einem Anstieg von 4,3 Prozent.

Diese Aufschlüsselung der Einnahmen nach Formaten spiegelt die Festigung digitaler Nutzungsgewohnheiten in Spanien wider: Die Einnahmen aus kostenpflichtigen Abonnements stiegen von 45,1 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2020 auf 121 Millionen Euro im Jahr 2026 – ein kumuliertes Wachstum von 168,2 Prozent in kaum sechs Jahren. Darüber hinaus legte das werbefinanzierte Audio-Streaming um 7,1 Prozent zu, während das werbefinanzierte Video-Streaming um 8,5 Prozent zurückging. Unterdessen blieben dauerhafte Downloads – wenn auch auf niedrigem Niveau – mit einem Anstieg von 0,4 Prozent stabil, was den Trend hin zu Zugangsmodellen und weg vom digitalen Eigentumserwerb bestätigt.

Laut Antonio Guisasola, dem Präsidenten von PROMUSICAE, „bestätigen die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2026 die Stärke der spanischen Musikindustrie und die Fähigkeit des Sektors, durch Investitionen in Talente, Innovationen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle weiterhin Wert zu schaffen. Die Kombination aus einem zunehmend gefestigten digitalen Ökosystem und der Stärke physischer Formate – insbesondere von Vinyl – ermöglicht es uns, mit positiven Aussichten für die gesamte Branche in die zweite Jahreshälfte zu gehen.“

Guisasola fügte hinzu: „Bei den Abonnementmodellen in Spanien besteht nach wie vor eine Lücke bei der Marktdurchdringung; auch wenn sie deutlich wachsen, ist ein Teil dieses Wachstums auf Anpassungen des Angebotswerts zurückzuführen. Daher ist es sehr wichtig, die vollständige Etablierung dieses Nutzungsmodells weiter voranzutreiben – als Garantie für die Nachhaltigkeit unserer Branche und um mehr Mittel für Investitionen in Talente und Kreativität bereitzustellen.“